Stellen Sie sich vor: Eine Patientin erhält eine Laparoskopie. Beim Entfernen der Drainage reißt der Schlauch und ein Teil des Schlauches verbleibt unbemerkt im Körper. Auch Nachuntersuchungen aufgrund der starken Schmerzen der Patientin bleiben zunächst ergebnislos, bis schließlich ein CT die Ursache ans Licht bringt und der Schlauch entfernt wird.
Dieser Fall stellt ein Beispiel für das strafrechtliche Risiko von Ärzt:innen und die ärztliche Haftung dar, da es sich hier um ein Körperverletzungsdelikt handeln kann. In unserem Kurs wollen wir Ihnen die Grundlagen des Medizinstrafrechts mit Fokus auf Risiken & Verteidigungsstrategien bei Körperverletzungs- und Tötungsdelikten darlegen.
In 4 Modulen und anhand vieler Praxisfälle erhalten Sie einen umfassenden Einblick in eine Vielzahl von relevanten Aspekten, etwa in die Typen von Behandlungsfehlern, Voraussetzungen für eine Strafbarkeit, die Wichtigkeit der ärztlichen Aufklärung, den Ablauf von und Verhaltensempfehlungen bei Strafverfahren, sowie die Relevanz von Rechtsschutzversicherungen.
Der vorliegende Medizinstrafrechtskurs ist relevant für alle Ärztinnen und Ärzte, die sich präventiv mit der ärztlichen Haftung befassen oder aufgrund einer akuten Situation umfassend fortbilden wollen, unabhängig von der Fachrichtung, ob in Klinik oder Praxis, von Assistenz- bis Chefarzt. Der Kurs ist von der renommierten und auf Medizinstrafrecht spezialisierten Kanzlei Prof. Dr. Hendrik Schneider in Wiesbaden entwickelt worden und verlangt keine juristischen Vorkenntnisse.
Der Kurs ist mit 5 CME-Punkten zertifiziert.
Referent:in
Kanzlei für Wirtschafts- & Medizinstrafrecht
Prof. Dr. jur. Hendrik Schneider, früherer Ordinarius für Strafrecht und strafrechtliche Nebengebiete an der Universität Leipzig, ist Strafverteidiger und durch zahlreiche Publikationen als Experte für Medizin- und Wirtschaftsstrafrecht ausgewiesen. Seit Jahrzehnten berät er Ärztinnen und Ärzte, Krankenhäuser sowie Unternehmen aus der Medizinprodukte- und Pharmaindustrie zu strafrechtlichen Risiken und Compliance-Fragen. Kontakt für Anfragen und weitere Informationen unter schneider@hendrikschneider.eu | www.hendrikschneider.eu | Tel. + 49 (0) 611 950 081 10 | Taunusstraße 7, 65183 Wiesbaden
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Der Kurs besteht aus 4 Modulen.
Modul 1: Eskalation eines Behandlungsfehlers in das Strafrecht: Tötungs- und Körperverletzungsstraftäter in Klinik und Praxis. Teil 1: Voraussetzungen der Strafbarkeit, Abgrenzung von Vorsatz und Fahrlässigkeit.
Behandlungsfehler können strafrechtlich relevant werden. In Betracht kommen Tötungs- und Körperverletzungsstraftaten. Sie lernen die Voraussetzungen relevanter Straftatbestände und mögliche Rechtfertigungsgründe kennen, welche die Strafbarkeit entfallen lassen können. Insbesondere der Abgrenzung zwischen vorsätzlicher und fahrlässiger Handlung kommt dabei entscheidende Bedeutung zu.
Modul 2: Eskalation eines Behandlungsfehlers in das Strafrecht: Tötungs- und Körperverletzungsstraftäter in Klinik und Praxis. Teil 2: Typen von Behandlungsfehlern und Folgen arbeitsteiligen Vorgehens.
Behandlungsfehler lassen sich in Aufklärungs-, Diagnose- und Therapiefehler unterteilen. Im Klinikalltag mit arbeitsteiligen Abläufen lauern besondere Risiken, die ein Strafverfahren zur Folge haben können. Durch dieses Kursmodul werden Sie gerüstet, diese Risiken zu erkennen und zu vermeiden.
Modul 3: Wie läuft ein Verfahren und wie verhalte ich mich am besten? Welche Versicherungen brauche ich? Welche steuerlichen Implikationen gibt es?
Bei dem Verdacht des Begehens einer Straftat wird ein Ermittlungsverfahren eingeleitet. Sie lernen den Ablauf eines solchen Verfahrens sowie die Bedeutung der ärztlichen Schweigepflicht kennen. Zudem erfahren Sie mehr zu Strategien zur Absicherung gegen entstehende Kosten.
Modul 4: „Meine Klinik schützt mich ja": Unterschiedliche Interessen und Einflüsse auf das Ermittlungsverfahren. Rechtsfragen und Taktik.
Um das richtige Verhalten im Falle eines Ermittlungsverfahrens gewährleisten zu können, müssen sich sowohl das Krankenhaus als auch Sie als Arzt oder Ärztin an bestimmte Verhaltens- und Verfahrensanweisungen halten. Insbesondere bei anstehenden Durchsuchungen. In diesem Modul lernen Sie unterschiedliche Verteidigungsstrategien in der Verteidigerauswahl kennen sowie die Kostenübernahme durch den Arbeitgeber.