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Chronisch-lymphatische Leukämie

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Die Prognose der CLL ist sehr heterogen. Der individuelle Krankheitsverlauf lässt sich durch Prognosefaktoren, allen voran genetische Veränderungen der CLL-Zellen, besser einschätzen. Patienten im asymptomatischen und frühen Stadium sollten auch bei Vorliegen ungünstiger genetischer Faktoren außerhalb klinischer Studien nur überwacht werden. Die bedeutendsten genetischen Faktoren, die vor Therapiebeginn bei symptomatischer CLL bestimmt werden sollten sind der IGHV-Status, die del(17p) und die alleinige Mutation des auf dem 17p-Arm gelegenen TP53 Gens, welches beide sehr ungünstige prognostische Faktoren sind. Insbesondere Patienten mit günstigem genetischem Risikoprofil können durch Chemoimmuntherapien, wie z.B. der Kombination FCR bei fitten Patienten oder der Kombination Chlorambucil plus Obinutuzumab bei nicht-fitten, ein sehr langes krankheitsfreies Überleben erreichen. Durch die Zulassung neuerer, zielgerichteter Substanzen ergeben sich vielversprechende, alternative Behandlungskonzepte. Bei älteren Patienten hat sich der BTK-Inhibitor Ibrutinib als überlegen gegenüber einer alleinigen Chlorambucil-Therapie gezeigt. Patienten mit sehr ungünstigem Risikoprofil sollten in der Erstlinie mit BTK-Inhibitoren behandelt werden. Im Rezidiv haben sich vor allem neue, zielgerichtete Therapien als überlegen erwiesen. Neben BTK-Inhibitoren kommen hier der PI3K-Inhibitor Idelalisib in Kombination mit Rituximab oder der bcl2-Inhibitor Venetoclax – voraussichtlich ab Ende des Jahres auch in Kombination mit Rituximab zugelassen – in Frage. Bei Nicht-Ansprechen auf die neuen Substanzen sollte bei jüngeren und fitten Patienten eine allogene Stammzelltransplantation erwogen werden

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