Das hereditäre Angioödem (HAE) ist eine seltene, potenziell lebensbedrohliche Erkrankung mit rezidivierenden Schwellungsattacken infolge überschießender Bradykininproduktion. Ursache ist eine Dysregulation des FXII-gesteuerten Kallikrein-Kinin-Systems durch C1-Inhibitor-Mangel oder -Dysfunktion. Garadacimab, ein humaner monoklonaler Antikörper gegen Faktor XIIa, hemmt die FXIIa-Aktivität und reduziert dadurch die Bradykininbildung. In Phase-2- und -3-Studien zeigte die monatliche subkutane Gabe von 200 mg Garadacimab eine signifikante Senkung der Attackenrate: bis zu 88 % der Patient:innen blieben attackenfrei, bei guter Verträglichkeit und gesteigerter Lebensqualität. Die FXIIa-Inhibition stellt damit einen innovativen, krankheitsmodifizierenden Ansatz in der Langzeitprophylaxe des HAE dar – mit Potenzial auch für weitere Erkrankungen mit Kallikrein-Kinin-Dysregulation.
Indikationen
Alzheimer-Erkrankung
Atherosklerose
Bradykinin-vermittelte Angioödeme
FXIIa-Dysregulation
Hereditäres Angioödem (HAE)
Multiple Sklerose
Sepsis
Thrombose
Wirkstoffe
C1-Inhibitoren
FXIIa-Inhibitoren
Garadacimab
Schlagworte
Angioödem
Attackenreduktion
Bradykinin
C1-Inhibitor
FXIIa
FXIIa-Inhibition
HAE
Immunologie
Kallikrein-Kinin-System
Langzeitprophylaxe (LTP)
Lebensqualität
monoklonaler Antikörper
Phase-3-Studie
VANGUARD