Das hereditäre Angioödem (HAE) erfordert eine dauerhafte medikamentöse Langzeitprophylaxe, um Attacken zu verhindern und die Lebensqualität zu sichern. Garadacimab, ein monoklonaler Antikörper gegen Faktor XIIa, zeigte bereits in Phase-2- und -3-Studien eine signifikante Reduktion der Attackenfrequenz. Die VANGUARD Open-Label-Verlängerungsstudie (OLE) bestätigte nun diese Ergebnisse langfristig: Unter monatlicher subkutaner Gabe von 200 mg blieb der Großteil der Patient:innen über 15 Monate attackenfrei – mit stabilen Raten zwischen 76 % und 88 %. Garadacimab wies ein günstiges Sicherheitsprofil auf; therapieassoziierte Nebenwirkungen traten bei 13 % auf, meist milde Injektionsreaktionen. Schwerwiegende unerwünschte Ereignisse oder Thrombosen wurden nicht beobachtet. 93 % der Patient:innen bewerteten das Therapieansprechen als „gut“ oder „exzellent“. Garadacimab bestätigt damit sein Potenzial als effektive und gut verträgliche Langzeitoption in der HAE-Prophylaxe.
Indikationen
Bradykinin-vermittelte Angioödeme
Hereditäres Angioödem (HAE)
Langzeitprophylaxe wiederkehrender HAE-Attacken
Wirkstoffe
C1-Inhibitoren
FXIIa-Inhibition
Garadacimab
Schlagworte
Attackenfreiheit
Bradykinin
C1-Inhibitor-Mangel
FXIIa
Garadacimab
HAE
Hereditäres Angioödem
Injektionsreaktionen
Langzeitprophylaxe (LTP)
Lebensqualität
monoklonaler Antikörper
Phase-3-Studie
Sicherheit
VANGUARD OLE