Neues zur medikamentösen Therapie maligner Gliome
Prof. Dr. Dr. med. Corinna Seliger-Behme
Neues in der Therapie von IDH-mutierten Gliomen Grad 2
Prof. Dr. med. Wolfgang Wick
Aktuelle Entwicklungen in der radioonkologischen Behandlung von Gliomen
Prof. Dr. med. Stephanie E. Combs
Wissenschaftliche Leitung
Klinikum Siegen
Klinik für Neurologie
Chefarzt
Referent:in
Knappschaft Kliniken Universitätsklinikum Bochum
Klinik für Neurologie
Klinikdirektorin
Referent:in
Universitätsklinikum Heidelberg
Neurologie und Poliklinik
Ärztlicher Direktor
Referent:in
TUM Klinikum Rechts der Isar
Klinik und Poliklinik für RadioOnkologie und Strahlentherapie
Direktorin der Klinik
NeuroLive mit aktuellen Entwicklungen in der Neuroonkologie. Welche aktuellen medikamentösen Therapieansätze könnten die Behandlung maligner Gliome in den kommenden Jahren entscheidend verändern? Welche Bedeutung haben neue zielgerichtete Therapien für PatientInnen mit IDH-mutierten Gliomen Grad 2 im klinischen Alltag? Wie verändern innovative Bestrahlungskonzepte und Kombinationstherapien die radioonkologische Behandlung von Gliomen?
In dieser Online-Fortbildung der NeuroLive-Sendereihe für Sie im Studio:
Prof. Dr. Dr. med. Corinna Seliger-Behme aus Bochum gibt einen umfassenden Überblick über neue Entwicklungen in der medikamentösen Therapie maligner Gliome. Prof. Seliger-Behme thematisiert dabei den Wandel von der rein feingeweblichen Untersuchung hin zu einer modernen, molekular gestützten Tumordiagnostik nach der aktuellen Klassifikation der Weltgesundheitsorganisation (WHO). Ein weiterer Schwerpunkt ihres Vortrags liegt auf der Diskussion postoperativer Therapiestandards auf Basis der finalen Daten der CATNON-Studie. Zudem stellt Prof. Seliger-Behme aktuelle Konzepte und Möglichkeiten einer zielgerichteten Behandlung vor, wie sie im Rahmen der N2M2-Studie untersucht werden.
Prof. Dr. med. Wolfgang Wick aus Heidelberg referiert über neue therapeutische Ansätze bei IDH-mutierten Gliomen Grad 2. Prof. Wick erläutert die klinische Abwägung nach einem operativen Eingriff und diskutiert die Frage, wann eine therapeutische Zurückhaltung im Sinne einer engmaschigen Beobachtung vertretbar ist und wann eine aktive Radiochemotherapie notwendig wird. Darüber hinaus erörtert Prof. Wick die biologischen Mechanismen von Tumormutationen und deren Einfluss auf den Krankheitsverlauf. Einen besonderen Stellenwert nimmt hierbei die Diskussion über moderne Hemmstoffe im klinischen Alltag ein, wobei Daten zu Wirksamkeit, Verträglichkeit und dem Erhalt der Lebensqualität unter Vorasidenib aus der INDIGO-Studie vorgestellt werden.
Prof. Dr. med. Stephanie E. Combs aus München präsentiert aktuelle Entwicklungen in der radioonkologischen Behandlung von Gliomen. Prof. Combs beleuchtet die Rolle und Einbindung der modernen Strahlentherapie in das interdisziplinäre Behandlungskonzept und vergleicht internationale Richtlinien zur optimalen Festlegung des Bestrahlungsgebiets. Für das Management im Rezidivfall stellt Prof. Combs die Unterschiede zwischen einer magnetresonanztomographie- und einer positronenemissionstomographie-basierten Bestrahlungsplanung dar und diskutiert den Einsatz klinischer Scores zur optimalen Patientenauswahl.
Kanal
Indikationen
Gehirntumor
Glioblastom
Gliom
Hirntumor
IDH-mutierte Gliome
Wirkstoffe
Atezolizumab
Ivosidenib
Temozolomid
Temsirolimus
Vorasidenib
Schlagworte
CATNON Studie
Erstdiagnose
IDH-Mutationen
IMRT
Indigo Studie
Isocitratdehydrogenase - IDH1/2
Medikamentöse Therapie
NOA-20 Studie
Radiochemotherapie (RCT)
Standardtherapie
Stereotaktische Präzisionsstrahlentherapie
Strahlentherapie
Systemische Therapie
ZNS-WHO-Klassifikation