Seminar Empfehlung
Präferenzen für Biologika und orale systemische Behandlungen bei AD bei Patienten und Ärzten
Zusammenhang zwischen Frühgeburt, Asthma und AD bei Kindern im Vorschulalter
Adipositas korreliert mit der Schwere der atopischen Dermatitis
Vitamin-D-Supplementierung zur Behandlung der AD bei Kindern und Erwachsenen
Wie man atopische Dermatitis im Jahr 2024 verhindern kann
Risiko für weißen Hautkrebs nach langjähriger Behandlung mit nbUVB
Wechsel von Biologika zu JAK-Inhibitoren bei Nebenwirkungen
Der OX40-Antikörper Ameltelimab in der AD – erste Phase-II-Daten
Phase-III-Ergebnisse des IL-31-Antagonisten Nemolizumab
Langzeitsicherheit des JAK-Inhibitors Baricitinib bei Kindern und Jugendlichen
Flip-Flop Phänomen bei der atopischen Dermatitis
Referent:in
Universitätsmedizin Frankfurt
Klinik für Dermatologie, Venerologie und Allergologie
Oberarzt, Leiter der Abteilung Studienambulanz, der Sprechstunde für chronisch-entzündliche Hauterkrankungen & der Forschungsgruppe für "Translationale Immunologische Forschung"
In diesem Video gibt Prof. Dr. Andreas Pinter ein praxisorientiertes Update zur atopischen Dermatitis (AD / Neurodermitis) – von neuen Systemtherapien und Leitlinienfragen bis hin zu Prävention, Komorbiditäten und Sicherheitsaspekten. Der Fokus liegt auf aktuellen Studiendaten und der Frage, wie sich Therapieentscheidungen künftig noch individueller treffen lassen.
Zu Beginn werden Präferenzdaten von Patientinnen und Ärztinnen zu Biologika und JAK-Inhibitoren vorgestellt. Während Betroffene vor allem Wirksamkeit, Juckreizreduktion und Schlafqualität priorisieren, legen Ärzt*innen mehr Wert auf Sicherheit – insbesondere angesichts regulatorischer Einschränkungen für JAK-Inhibitoren.
Es folgen große Registerdaten zu Frühgeburt, Asthma und AD: Frühgeburt erhöht das Asthmarisiko, jedoch nicht die Prävalenz der atopischen Dermatitis. Neonatale Komplikationen wie BPD und pulmonale Hypertonie gelten als Risikofaktoren für Asthma, nicht jedoch für AD.
Anschließend beleuchtet Prof. Pinter die Rolle von Adipositas bei AD. Daten aus TREAT-Germany zeigen, dass ein höherer BMI mit stärker ausgeprägten Hautläsionen assoziiert ist. Dies spricht für eine stringente Therapie adipöser Patient*innen sowie potenzielle positive Effekte von Lebensstilinterventionen und GLP-1-Agonisten.
Ein weiterer Themenblock behandelt die Vitamin-D-Supplementierung. Eine Metaanalyse zeigt einen kleinen Nutzen bei milder, kurz bestehender AD – klinisch jedoch begrenzt. Vitamin D gilt daher als ergänzende Maßnahme; ein Screening auf Mangel bleibt sinnvoll.
In der Präventionsforschung werden Faktoren wie Barrierepflege im frühen Kindesalter, Stillen, Ernährung, Probiotika und Medikamentenexposition in der Schwangerschaft bewertet. Die Evidenz zeigt Vorteile für Stillen und konsequente Hautpflege, während viele andere Maßnahmen keinen klaren präventiven Effekt haben.
Zur UV-Therapie (nbUVB 311 nm) stellt Prof. Pinter Daten vor, die ein erhöhtes Risiko für weißen Hautkrebs zeigen. Vor dem Hintergrund moderner Biologika und JAK-Inhibitoren gilt Phototherapie daher nicht mehr als Standardtherapie.
Danach werden Strategien zum Wechsel von Biologika auf JAK-Inhibitoren bei Nebenwirkungen wie Dupilumab-induzierter Konjunktivitis oder Gesichtserythem diskutiert – häufig mit sehr gutem Therapieansprechen.
Im Bereich neuer Targets stehen zwei Wirkstoffe im Fokus:
• Amlitelimab (OX40-Antikörper) – deutliche Pruritusreduktion, gutes Sicherheitsprofil, potenzielle Zulassung in den kommenden Jahren.
• Nemolizumab (IL-31-Antagonist) – starke Juckreizreduktion, moderate Ekzemverbesserung, hervorragende Sicherheit; Zulassung für AD wird 2025 erwartet.
Abschließend werden Langzeitdaten zu Baricitinib bei Kindern und Jugendlichen vorgestellt. Über 750 Patientenjahre bestätigen ein gutes Sicherheitsprofil – relevante Erkenntnisse im Kontext aktueller Warnhinweise.
Fachrichtungen
Indikationen
Allergisches Asthma
Atopische Dermatitis (AD)
Ekzem
Flip-Flop-Phänomen
Frühgeburt
Mittelschwere AD
Neurodermitis
Schwere AD
Wirkstoffe
Albendazol
Amlitelimab
Antibiotika
Baricitinib
Dupilumab
JAK-Inhibitoren
Nemolizumab
OX40-Antikörper
Tralokinumab
Vitamin D
Schlagworte
Adjuvante Therapie
Biologika
EASI75
Familienanamnese
Frühgeburtlichkeit
IGA-Score
individualisierte Therapie
Juckreiz
Klinisches Ansprechen
Langzeitsicherheit
Lebensqualität
nbUVB
Nebenwirkungen
Neoadjuvante Therapie
Orale systemische Therapie
oSCORAD
Paradoxe Reaktion
Pathologisches Ansprechen
Phototherapie
POEM
Präbiotika
Präventive Intervention
Probiotika
Schlafstörungen
SCORAD75
topische Steroide
Vitamin-D-Supplementierung