Seminar Empfehlung
Neutrophile Entzündungsreaktion
PD Dr. med. Dr. phil. Tobias Böselt
Eosinophile Entzündungsreaktion
Prof. Dr. med. Jessica Rademacher
Antibakterielle Therapie
PD Dr. med. Sivagurunathan Sutharsan
Wissenschaftliche Leitung
Universitätsklinikum Marburg
Klinik für Pneumologie, Intensiv- und Schlafmedizin
Direktor
Referent:in
Universitätsklinikum Marburg
Pneumologie
Facharzt für Innere Medizin und Pneumologie, Zusatzbezeichnung Notfallmedizin
Referent:in
Pneumologie Süderelbe & Medizinische Hochschule Hannover
Niederlassung als Lungenfachärztin & Praxisinhaberin, Antibiotic-Stewardship Team Medizinische Hochschule Hannover
Referent:in
Universitätsklinikum Essen, Ruhrlandklinik
Klinik für Pneumologie
Oberarzt
PneumoLive beleuchtet aktuelle Entwicklungen bei Bronchiektasen. Welche Bedeutung haben neutrophile Entzündungsreaktionen für Pathophysiologie und Krankheitsprogression? Wie sind eosinophile Entzündungsreaktionen vor dem Hintergrund aktueller Daten einzuordnen? Und wie wird die antibakterielle Therapie aktuell leitliniengerecht umgesetzt?
In dieser Online-Fortbildung der PneumoLive-Sendereihe für Sie im Studio:
PD Dr. Dr. Tobias Böselt aus Marburg rückt die neutrophile Entzündungsreaktion als zentralen Treiber der Krankheitsprogression bei Bronchiektasen in den Fokus. PD Dr. Dr. Böselt erläutert, wie persistierende neutrophile Aktivierung, verzögerte Apoptose und ein Protease-Überhang im Sinne des „Vicious Vortex“ Exazerbationen, Lungenfunktionsverlust und strukturelle Schädigungen begünstigen und somit die klinische Prognose beeinflussen können. Darüber hinaus stellt PD Dr. Dr. Böselt Dipeptidyl-Peptidase-1 (DPP-1, Cathepsin C) als derzeit intensiv untersuchtes therapeutisches Ziel vor und diskutiert aktuelle Studiendaten zu DPP-1-Inhibitoren wie Brensocatib sowie BI 1291583 im Kontext translationaler Therapieansätze.
Prof. Dr. Jessica Rademacher aus Hamburg/Hannover widmet sich der eosinophilen Entzündungsreaktion. Zunächst stellt Prof. Rademacher die Prävalenz auf Grundlage von Daten aus dem EMBARC-Register vor und erörtert die sich daraus ergebenden Konsequenzen für die Therapieplanung. In diesem Zusammenhang setzt sich Prof. Rademacher mit der Einordnung inhalativer Kortikosteroide gemäß den Leitlinien auseinander und analysiert deren Rolle außerhalb der Standardtherapie. Zudem diskutiert Prof. Rademacher, unter welchen Voraussetzungen eine Biologika-Therapie bei ausgewählten Patient:innen mit eosinophilem Phänotyp in Betracht gezogen werden kann und evaluiert die aktuelle Evidenzlage.
PD Dr. Sivagurunathan Sutharsan aus Essen befasst sich mit der antibakteriellen Therapie bei Bronchiektasen. Dabei rückt PD Dr. Sutharsan die Eradikation von Pseudomonas aeruginosa beim Erstnachweis in den Fokus und erläutert deren prognostische Bedeutung für die Exazerbationsrate und den Krankheitsverlauf. Des Weiteren erläutert PD Dr. Sutharsan die gemäß den Leitlinien empfohlene Therapie akuter Exazerbationen, erörtert die Indikation zur langfristigen Einnahme von Makrolid-Antibiotika unter Ausschluss nichttuberkulöser Mykobakterien (NTM) sowie mögliche Resistenzentwicklungen und ordnet den selektiven Einsatz von inhalativen Antibiotika als Behandlungsmöglichkeit ein.
Kanal
Indikationen
Asthma
Bronchiektasen-Erkrankung
Pseudomonas-Infektion
Wirkstoffe
Azithromycin
Benralizumab
Ciprofloxacin
Colistin
Gentamicin
Inhalative Antibiotika
Inhalative Kortikosteroide (ICS)
Levofloxacin
Mepolizumab
Meropenem
Piperacillin
Tazobactam
Tobramycin
Schlagworte
Antibakterielle Therapie Bronchiektasen
Antibiotikatherapie
DGP-Leitlinie
EMBARC-Register
Eosinophile Entzündungsreaktion
ERS-Leitlinie
European Multicentre Bronchiectasis Audit and Research Collaboration (EMBARC)
Exazerbation
Makrolidtherapie
Neutrophile Entzündungsreaktion
Pseudomonas aeruginosa
Pseudomonas aeruginosa Eradikation