Seminar Empfehlung
Immunadsorption beim Pemphigus vulgaris/foliaceus
Etablierung von minimalen klinisch relevanten Unterschieden für den Krankheitsscore des Pemphigus
Lang andauernde Remission bei Patienten mit Pemphigus vulgaris/ foliaceus nach Erstlinientherapie mit Rituximab
Klinisch relevante Ereignisse beim bullösen Pemphigoid in Abhängigkeit einer Therapie mit topischen oder systemischen Kortikosteroiden
Omalizumab bei Patienten mit bullösem Pemphigoid (BP)
Dupilumab bei Patienten mit bullösem Pemphigoid (BP)
Laminin beta4: Zielantigen des Anti-p200 Pemphioid
COVID-19 Infektion und COVID-19 Impfung: Effekt auf Inzidenz bullöser Autoimmundermatosen
Europäische Leitlinie zur linearen IgA Dermatose
Referent:in
Universitätsklinikum Schleswig-Holstein - Campus Lübeck
Klinik für Dermatologie, Allergologie und Venerologie
Bereichsleitung
In diesem Video präsentiert Prof. Dr. Dr. Enno Schmidt die neuesten Entwicklungen zu Diagnostik, Pathophysiologie und Therapie bullöser Autoimmundermatosen. Der Vortrag zeigt, wie moderne immunologische Konzepte und neue Studiendaten das Verständnis von Pemphigus, bullösem Pemphigoid und verwandten Erkrankungen vertiefen – und welche Konsequenzen dies für die klinische Praxis hat.
Ein zentrales Thema ist die Immunadsorption beim Pemphigus, deren Nutzen erstmals in einer randomisierten Studie belegt wurde. Prof. Schmidt erläutert, wann die selektive Entfernung pathogener Autoantikörper zu schnellerer Abheilung und geringerer Steroidlast führt und warum die Methode schweren Verläufen und spezialisierten Zentren vorbehalten bleiben sollte.
Darauf folgen aktuelle Fortschritte in der Pemphigusforschung: neue Kriterien für minimal klinisch relevante PDAI-Veränderungen, Langzeitdaten zur Rituximab-Erstlinientherapie mit hohen Remissionsraten sowie die Bedeutung serologischer Marker (Anti-Dsg1/Dsg3) zur Abschätzung des Rezidivrisikos.
Beim bullösen Pemphigoid zeigen große Real-World-Daten aus TriNetX, dass eine hochpotente topische Steroidtherapie oft sicherer und effektiver ist als systemische Glukokortikoide. Ergänzend werden moderne immunmodulierende Ansätze wie Omalizumab und Dupilumab vorgestellt, die deutliche Remissionsraten und eine starke Juckreizreduktion ermöglichen.
Ein weiteres Highlight ist die Identifikation von Laminin-β4 als Zielantigen beim Anti-p200-Pemphigoid, was erstmals eine präzisere serologische Diagnostik dieser seltenen Erkrankung erlaubt.
Zusätzlich werden Daten zu COVID-19-Infektionen und Impfungen eingeordnet: Infektionen erhöhen das Risiko bullöser Autoimmundermatosen, Impfungen hingegen nicht – ein wichtiger Hinweis für das Management immunsupprimierter Patient*innen.
Abschließend stellt Prof. Schmidt die neue europäische S2k-Leitlinie zur linearen IgA-Dermatose vor, die erstmals internationale Standards zur Diagnostik und Therapie dieser seltenen Autoimmundermatose definiert.
Fachrichtungen
Indikationen
Anti-p200 Pemphigoid
Autoimmune bullöse Dermatosen
Bullöses Pemphigoid
Dermatitis herpetiformis
Epidermolysis bullosa acquisita
LAD
lineare IgA Dermatose
Paraneoplastischer Pemphigus
Pemphigus foliaceus
Pemphigus vulgaris
Schleimhautpemphigoid
Wirkstoffe
Azathioprin
Clobetasolpropionat
Dapson
Doxycyclin
Dupilumab
Laminin β4
Methotrexat
Mycophenolat mofetil
Omalizumab
Prednisolon
Rituximab
Vitamin D
Schlagworte
Autoantikörper
Autoantikörper-Nachweis
Autoimmunerkrankung
Biochip-Technologie
BPDAI
Bullöse Hauterkrankung
Drittlinientherapie
ELISA
Erstlinientherapie
Histopathologie
IgA
IgE-Antikörper
Immunadsorption
Immunfluoreszenz
Indirekte Immunfluoreszenz
Juckreiz
Kombinationstherapie
Kortikosteroidtherapie
Laminin
Langzeittherapie
MCID
Monotherapie
PDAI
Periphere Eosinophilie
Plasmapherese
Remission
Rezidiv
Systemische Therapie
topische Therapie
Typ-2 Entzündung
Zweitlinientherapie