Seminar Empfehlung
Ein neues Krankheitsbild-Mild autonomous Cortisol Secretion (MACS)
Testosteron Substitution und Frakturrisiko
L-Thyroxin Therapie und Knochenverlust
Metabolische Entzündung und Lipoprotein (a)
Inkretin-basierte Adipositastherapie
Insulin nur einmal pro Woche
Referent:in
Universitätsklinikum Schleswig-Holstein - Campus Kiel
Endokrinologie, Diabetologie und Klinische Ernährungsmedizin
Oberarzt, Bereichsleitung
In diesem Vortrag präsentiert Prof. Dr. Matthias Laudes aus Kiel aktuelle wissenschaftliche Erkenntnisse und klinisch relevante Entwicklungen aus den Fachgebieten der Diabetologie und Endokrinologie.
Zu Beginn widmet sich Prof. Laudes endokrinologischen Fragestellungen und stellt mit der sogenannten Mild Autonomous Cortisol Secretion (MACS) ein zunehmend relevantes Krankheitsbild der Nebenniere vor. Hierbei handelt es sich um ein häufig zufällig diagnostiziertes adrenales Inzidentalom mit autonomer Cortisolsekretion, das als Vorstufe des Cushing-Syndrom angesehen wird und mit metabolischen sowie kardiovaskulären Risiken assoziiert sein kann.
Im weiteren Verlauf präsentiert er die Ergebnisse des TRAVERSE Trial, in welchem ältere Patienten mit Hypogonadismus eine Testosteronsubstitution erhielten. Untersucht wurde insbesondere der Einfluss der Therapie auf die Frakturrate. Die Studiendaten zeigten zwar eine Zunahme der Knochendichte unter Testosterontherapie, jedoch ohne signifikante Reduktion des Frakturrisikos.
Anschließend diskutiert Prof. Laudes eine weitere Studie zum Zusammenhang zwischen einer Therapie mit L-Thyroxin und dem Knochenstoffwechsel. Dabei konnte gezeigt werden, dass insbesondere ältere Patient:innen trotz suffizienter Schilddrüseneinstellung unter L-Thyroxin-Therapie eine verminderte Knochendichte aufweisen können, was mit einem erhöhten Risiko für Osteoporose assoziiert ist.
Im metabolischen Teil des Vortrags beschäftigt sich Prof. Laudes zunächst mit inflammatorischen Mechanismen metabolischer Erkrankungen im Zusammenhang mit Lipoprotein(a) und stellt hierzu Ergebnisse der Women’s Health Study vor.
Darüber hinaus wird eine Studie zur Inkretin-basierten Adipositastherapie mit Semaglutid vorgestellt, in der insbesondere die Auswirkungen auf das kardiovaskuläre Risiko untersucht wurden. Im Fokus stand hierbei die Frage, ob die beobachteten kardioprotektiven Effekte primär auf die Inkretinwirkung selbst oder sekundär auf die verbesserte metabolische Kontrolle bei Typ-2-Diabetes zurückzuführen sind.
Abschließend präsentiert Prof. Laudes die Ergebnisse einer Nicht-Unterlegenheitsstudie zur einmal wöchentlichen Insulinapplikation bei Patient:innen mit Typ-2-Diabetes. Untersucht wurde, ob eine wöchentliche Insulingabe eine vergleichbare Blutzuckerkontrolle im Vergleich zur täglichen Insulintherapie ermöglicht. Die Ergebnisse zeigten eine vergleichbare metabolische Kontrolle bei gleichzeitig deutlicher Vereinfachung des Therapieregimes und potenzieller Verbesserung der Therapieadhärenz.
Indikationen
Adipositas
Atherosklerose
Chronische Hypoxämie
Cushing-Syndrom
Dyslipidämie
Fraktur
Hypertonie
Hypogonadismus
Hypothyreose
kardiovaskuläre Erkrankung
Lipoprotein(a)
MACS
metabolische Entzündung
Mild Autonomous Cortisol Secretion
Osteoporose
Typ 2 Diabetes
Wirkstoffe
Dapagliflozin
Dexamethason
Hydrocortison
Insulin Degludec
Insulin Efsitora
L-Thyroxin
metformin
Semaglutid
Testosteron
Schlagworte
Biomarker
Blutdruckeinstellung
Blutzuckerkontrolle
Frakturrisiko
HbA1c
hsCRP
Kardiovaskuläre Endpunkte
Knochenstoffwechsel
Langzeitstudie
LDL-Cholesterin
Lipide
Nebenwirkungen
Nicht-Unterlegenheit
Patientencompliance
Placebo-kontrollierte Studie
Randomisierte Studie
Real-World-Daten
Therapieadhärenz
Therapiekonsequenz