ADHS und Sucht
Univ.-Prof. Dr. Dr. Martin Holtmann
ADHS und Forensik
Prof. Dr. Wolfgang Retz
Therapie einschließlich DiGA
Prof. Dr. med. Alexandra Philipsen
Wissenschaftliche Leitung
Vitos Klinik Eichberg / Vitos Klinikum Rheingau
Facharzt für Neurologie, Psychiatrie und Psychotherapie
Klinikdirektor der Vitos Klinik Eichberg, Ärztlicher Direktor des Vitos Klinikums Rheingau
Referent:in
LWL-Universitätsklinik Hamm
Klinik für Kinder- und Jugendpsychiatrie, Psychotherapie und Psychosomatik im LWL-Psychiatrieverbund Westfalen
Ärztlicher Direktor
Referent:in
Universitätsklinikum des Saarlandes, Facharzt für Psychiatrie, Psychotherapie, SP Forensische Psychiatrie Forensische Psychiatrie (DGPPN)
Direktor des Instituts für Gerichtliche Psychologie und Psychiatrie
Referent:in
Universitätsklinikum Bonn AöR
Fachärztin für Psychiatrie und Psychotherapie, Direktorin der Klinik und Poliklinik für Psychiatrie und Psychotherapie
PsychiatrieLive mit den neuesten Erkenntnissen zu ADHS 2024: Wie hängen aus pädiatrischer Sicht ADHS und Sucht zusammen? Wie sollte man aus der Sicht des Gutachters präventiv mit potenzieller Delinquenz aufgrund von ADHS umgehen? Welche Therapiemöglichkeiten stehen zur Verfügung und welche Möglichkeiten bietet der Einsatz von digitalen Gesundheitsanwendungen (DiGA)?
In dieser Online-Fortbildung der PsychiatrieLive-Sendereihe für Sie im Studio:
Prof. Dr. Dr. Martin Holtmann aus Hamm mit wichtigen Erkenntnissen zur Suchtentwicklung in der Adoleszenz. Dabei geht Prof. Holtmann auf das unter anderem durch Komorbiditäten und neurobiologische Ursachen erhöhte Risiko für substanzgebundene und internetbezogene Störungen ein und erläutert, welchen Einfluss dies auf die ADHS-Verlaufsentwicklung hat. In diesem Zusammenhang hebt Prof. Holtmann die Bedeutung der Motivationsarbeit in der Therapie hervor, gibt einen Überblick über Therapiebausteine und geht näher auf die medikamentöse Therapie ein.
Prof. Dr. Wolfgang Retz aus Mainz aus forensischer Sicht des Gutachters zu der Frage, was notwendig ist, um Delinquenz aufgrund von ADHS gar nicht erst entstehen zu lassen. Prof. Retz gibt zunächst einen Überblick über die Aspekte von ADHS im Erwachsenenalter, die sekundär zu Delinquenz beitragen können und analysiert Studiendaten zu Deliktrisiko, Prävalenz und Rückfälligkeit. Anschließend geht Prof. Retz auf Assoziationen zwischen ADHS und Delinquenz, wie gestörte Emotionsregulation oder Störungen des Sozialverhaltens, ein und gibt einen Ausblick auf den Effekt einer pharmakologischen Behandlung von ADHS auf die Kriminalitätsrate.
Prof. Dr. Alexandra Philipsen aus Bonn zur aktuellen Therapielandschaft und dem Einsatz aktueller DiGA sowie einen kurzen Ausblick auf angekündigte DiGA. Prof. Philipsen stellt zunächst Daten der COMPAS-Studie zur Wirksamkeit von Medikation in Kombination mit Gruppentherapie vor, gibt einen Überblick über die in Deutschland zugelassenen Medikamente für Erwachsene zur Behandlung von ADHS und geht dabei auf das Nutzen-Risiko-Verhältnis sowie die kardiovaskuläre Verträglichkeit ein. Anschließend geht Prof. Philipsen näher auf die Wirkung von Psychotherapie auf die Alltagsfunktionalität und die Behandlungszufriedenheit der Betroffenen ein, erläutert, wie Smartphone-gestützte Psychoedukation dazu beitragen kann und stellt die derzeit in Entwicklung befindliche DiGA medigital ADHS/OPP vor.
Kanal
Indikationen
ADHS
affektive Störungen
Angststörung
Aufmerksamkeits-Defizit-Hyperaktivitätssyndrom
Depression
depressive Störungen
Persönlichkeitsstörungen
Störung des Sozialverhaltens
Substanzkonsumstörungen
Sucht
Trauma
Wirkstoffe
Amphetamin
Atomoxetin
LDX
Lisdexamfetamin
Lisdexamphetamin
Methylphenidat
Stimulanzien
Schlagworte
ADHS-Medikation
Adoleszenz
Belohnungssystem
Brain Stimulation
COMPAS Studie
Delay Aversion
Delinquenz
DiGA
Digitale Gesundheitsanwendungen
Emotionale Dysregulation
Forensik
gestörte Emotionsregulation
Gewalt
Gruppentherapie
Hyperaktivität/Impulsivität
Inhaftierung
Kriminalität
Medigital ADHS/OPP
Psychotherapie
Risikobereitschaft
S3-Leitline
S3-Leitlinie ADHS bei Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen
Selbstmedikation
Selbstrating
Sensation Seeking
Smartphone-unterstützte Psychoedukation
SMS Intervention
Substanzgebrauch
Suchtentwicklung
Suchtrisiko
tDCS