Seminar Empfehlung
Bimekizumab in der Behandlung der moderaten und schweren aktiven Hidradenitis suppurativa
Monozyten als Marker für das Therapieansprechen von Adalimumab
Europäische S2k-Leitlinie zur Behandlung der Hidradenitis suppurativa/Acne inversa
Zufriedenheit mit den aktuellen Therapieoptionen bei HS
Effekt von Semaglutid auf die Therapie der HS
Deroofing als effektive chirurgische Therapieoption zur Behandlung der HS
Referent:in
Universitätsklinikum der Ruhr-Universität Bochum
Klinik für Dermatologie, Venerologie und Allergologie
Stellvertretender Klinikdirektor
In diesem Video zeigt Prof. Dr. Falk Bechara die neuesten wissenschaftlichen Entwicklungen zur Hidradenitis suppurativa (HS). Die Zahl aktueller Publikationen zeigt: Forschung zu Pathophysiologie, Systemtherapien und chirurgischen Verfahren wächst rasant.
Ein Schwerpunkt liegt auf dem BE HEARD-Studienprogramm zu Bimekizumab, dem IL-17A/F-Antikörper, der seit April 2024 zur Behandlung der HS zugelassen ist. Prof. Bechara erläutert Studiendesign und Population sowie die beeindruckenden HiSCR50- und HiSCR75-Ansprechraten über 48 Wochen. Das Sicherheitsprofil bestätigt frühere Daten, die Dosierung erfolgt zunächst alle zwei Wochen, später vierwöchentlich.
Im zweiten Teil geht es um Biomarker für Therapieentscheidungen: Eine prospektive Studie deutet darauf hin, dass eine hohe Monozytenzahl (≥ 925/µl) ein schwächeres Ansprechen auf Adalimumab vorhersagen könnte – ein möglicher Schritt hin zu personalisierten TNF-α-Therapien.
Darauf aufbauend stellt Prof. Bechara die neue europäische S2k-Leitlinie 2024 vor. Sie unterscheidet erstmals klar zwischen aktiver und nicht-aktiver HS, integriert neue Systemtherapien und empfiehlt drei Biologika. Besonders betont wird die Kombination aus Biologika und chirurgischen Verfahren bei gemischten aktiven und fibrotischen Läsionen.
Ein weiterer Abschnitt widmet sich der Versorgungslage und Therapiezufriedenheit. Trotz moderner Biologika bestehen große Lücken: Die Diagnoseverzögerung beträgt im Durchschnitt über sieben Jahre, viele Patientinnen erhalten keine adäquate Systemtherapie, und die Krankheitslast bleibt hoch. Gleichzeitig zeigen Daten, dass moderne Therapien die Zufriedenheit von Betroffenen und Behandlerinnen deutlich erhöhen.
In einem weiteren Themenblock diskutiert Prof. Bechara neue Erkenntnisse zu Semaglutid (GLP-1-Rezeptoragonist). Da Adipositas ein relevanter Risikofaktor für HS ist, könnten GLP-1-Analoga die Krankheitsaktivität positiv beeinflussen. Erste Untersuchungen sind vielversprechend, benötigen jedoch weitere Validierung.
Abschließend beleuchtet der Vortrag die Rolle der chirurgischen Therapie, insbesondere das minimalinvasive Deroofing, das sich als Methode für einzelne, nicht-komplexe Tunnelsysteme etabliert hat. Bechara zeigt, wie die Tunnelmorphologie – Länge, Durchmesser und Tiefe – die Heilungszeit beeinflusst und wann weiterhin eine klassische Exzision erforderlich ist.
Fachrichtungen
Indikationen
Acne inversa
Adipositas
Aktive HS/AI
Chronisch entzündliche Hauterkrankung
Entzündliche Läsionen
Gewebeveränderung
Hidradenitis suppurativa
Inaktive HS/AI
Irreversibler Gewebeschaden
Schmerzen bei HS
Tunnelbildung
Wirkstoffe
Adalimumab
Antibiotikum
Bimekizumab
Secukinumab
Semaglutid
Steroide
Tetrazyklin
Schlagworte
Antibiotikatherapie
Biologika
Biomarker
Deroofing
Doppelblind
Drug-Survival
Exzision
GLP-1-Rezeptoragonisten
Hurley Score
IHS4 Score
Klinische Studien
Kombinationstherapie
Konventionelle Systemtherapie
Langzeittherapie
Leitlinie
Minimal-invasive Chirurgie
Monozyten
Multizentrisch
Operative Therapie
Patientenzufriedenheit
Personalisierte Therapie
Phase-III-Studien
Placebo-kontrolliert
Prospektive Beobachtungsstudie
Randomisiert
Real-World-Data
Retrospektive Kohortenstudie
Schmerzscore
Schweregrad
Subkutane Injektion
Therapieadhärenz
Therapieansprechen
topische Therapie
Ultraschall
Wirksamkeit
Wundheilung