Seminar Empfehlung
50 Jahre - Erweitertes Immunisierungsprogramm (EPI) der WHO
Immunitätsstatus von MigrantInnen in Europa
Strategien zur Verbesserung der Impfquoten
Post-COVID-Syndrom nach COVID-19-Impfung
Schutz vor Demenz durch Zoster-Impfung
Vergleich der verschiedenen Influenzaimpfstoffe bei Älteren
STIKO-Empfehlungen 2025
Referent:in
LMU Klinikum, Ludwig-Maximilians-Universität München
Medizinische Klinik und Poliklinik IV
Stellv. Leiter der Sektion Klinische Infektiologie, Facharzt für Innere Medizin, Infektiologe
PD Dr. Ulrich Seibold aus München widmet sich in seinem Vortrag dem für die hausärztliche Versorgung zentralen Themengebiet der Impfmedizin und präsentiert aktuelle wissenschaftliche Erkenntnisse zu Impfstrategien, Impfprävention und Impfempfehlungen.
Zu Beginn thematisiert er die Veröffentlichung „50 Jahre Erweitertes Immunisierungsprogramm (EPI) der WHO“ und hebt die Bedeutung historischer Impferfolge für die langfristige Aufrechterhaltung der Impfbereitschaft sowohl bei Ärzt:innen als auch bei Patient:innen hervor.
Im weiteren Verlauf beleuchtet PD Dr. Seibold den Immunstatus von Migrant:innen in Europa. Aufgrund häufig unzureichender Impfungen infolge eingeschränkter Gesundheitssysteme in den Herkunftsländern besteht ein erhöhtes Risiko für das Wiederauftreten von Infektionskrankheiten, die bereits als weitgehend kontrolliert galten. Daraus leitet er die Notwendigkeit einer erhöhten Aufmerksamkeit gegenüber Impflücken bei vulnerablen Personengruppen sowie die Priorisierung von Impfangeboten für Geflüchtete ab.
Anschließend stellt er geeignete Strategien zur Verbesserung der Impfquoten vor und diskutiert hierzu die Ergebnisse einer Metaanalyse mit rund 1,6 Millionen Teilnehmer:innen aus 17 Ländern. Als besonders wirksam erwiesen sich ein niederschwelliger Zugang zu Impfungen sowie motivationsfördernde Anreizsysteme.
Eine weitere große Metaanalyse untersuchte das Risiko für ein Post-COVID-Syndrom nach COVID-19-Impfung. Dabei zeigte sich, dass geimpfte Personen im Vergleich zu ungeimpften ein geringeres Risiko für die meisten Post-COVID-Kategorien aufwiesen, mit Ausnahme psychischer Folgeerkrankungen.
Darüber hinaus präsentiert PD Dr. Seibold eine Studie zum potenziellen Schutz vor Demenz durch die Herpes-zoster-Impfung mit dem rekombinanten Totimpfstoff RZV, die vielversprechende präventive Effekte zeigte.
Abschließend werden unterschiedliche Influenza-Impfstoffe bei älteren Patient:innen verglichen sowie die aktuellen Empfehlungen der STIKO für das Jahr 2025 vorgestellt und hinsichtlich ihrer Relevanz für die hausärztliche Praxis eingeordnet.
Indikationen
Covid-19
Demenz
Diphtherie
H. influenzae Typ B
Herdenimmunität
Impfkritik
Impfmüdigkeit
Influenza
Masern
Pertussis
Poliomyelitis
Post-COVID-Syndrom
RSV
Tetanus
Tuberkulose
Zoster
Wirkstoffe
Efluelda
Fluad
Imovax Polio
mRNA-1345
Nirsevimab
PCV13
PCV15
PCV20
Prevenar 20
RSVpreF
RSVpreF3
Tatana
Schlagworte
aHR
cVE
EHR
EPI
Gesundheitsdaten
Gesundheitskommunikation
Immunschutz
Impfkalender
Impflücke
Impfquote
Impfskepsis
Impfungen
Infektionsprävention
Kohortenstudie
Langzeitwirkung
Metaanalyse
Morbidität
Mortalität
Nebenwirkung
Off-target-Effekt
Public Health
RCT
RR
Schutzwirkung
STIKO
Vaccine Hesitancy
WHO