Seminar Empfehlung
Immuntherapie von Kollagenosen
Diagnostik von Kollagenosen
S2k‐Leitlinie: Diagnostik und Therapie der zirkumskripten Sklerodermie
Referent:in
Universitätsklinikum Carl Gustav Carus Dresden
Klinik und Poliklinik für Dermatologie
Oberärztin
In diesem Video präsentiert Prof. Claudia Günther die neuesten Entwicklungen zur Immuntherapie und Diagnostik von Kollagenosen.
Ein Schwerpunkt liegt auf der allogenen CD19-gerichteten CAR-T-Zelltherapie, die erstmals genetisch veränderte Spender-T-Zellen bei schwerer Myositis und systemischer Sklerose einsetzt. Prof. Günther erläutert das immunologische Konzept, den aktuellen Entwicklungsstand und den Bedarf an größeren Studien. Im zweiten Themenblock stellt sie die Übertragung onkologischer Wirkmechanismen auf Autoimmunerkrankungen vor – darunter den BCMA–CD3-bispezifischen Antikörper Teclistimab aus der Myelomtherapie, der eine gezielte Elimination von Plasmazellen bei SLE ermöglicht. Chancen, Limitationen und notwendige Sicherheitsvoraussetzungen werden einordnend dargestellt. Darauf aufbauend beleuchtet Prof. Günther den modernen Einsatz von Anifrolumab, einem Typ-I-Interferon-Rezeptor-Blocker, sowohl bei systemischem Lupus erythematosus mit refraktärer Hautbeteiligung als auch in einer multizentrischen Fallserie bei kutaner Dermatomyositis. Die Daten zeigen, wie breit der Ansatz einer IFN-Blockade zukünftig anwendbar sein könnte.
Ein weiterer wichtiger Teil widmet sich der nicht-invasiven Diagnostik von Kollagenosen, insbesondere der entzündlichen narbigen Alopezie bei Lupus. Prof. Günther zeigt, wie neuere Verfahren wie die Line-Field Confocal Optical Coherence Tomography (LC-OCT) charakteristische strukturelle Veränderungen visualisieren können und welche Grenzen diese Technik aktuell noch hat.
Zum Abschluss stellt sie die Inhalte der neuen S2k-Leitlinie zur zirkumskripten Sklerodermie (Morphea) vor. Sie geht auf Klassifikation, Schweregradmessung, topische und systemische Therapieansätze sowie die evidenzbasierte Rolle von UVA1-Phototherapie, Steroiden, Methotrexat und alternativen Immunmodulatoren ein. Die Leitlinie wird als praxisnahe Grundlage für Diagnostik und Management hervorgehoben.
Fachrichtungen
Indikationen
Autoimmunerkrankung
Dermatomyositis (DM)
Kollagenose
Kutaner Lupus erythematodes
Lineare Sklerodermie
Lupusnephritis (LN)
Myositis
Narbige Alopezie
SLE
Systemische Sklerose
systemischer Lupus erythematodes (SLE)
Vaskulitische Hautläsionen
Zirkumskripte Sklerodermie
Wirkstoffe
Abatacept
Anifrolumab
Azathioprin
Baricitinib
Belimumab
Cyclophospamid
Dapson
Hydroxychloroquin
Methotrexat
Mycophenolat-Mofetil
Teclistamab
Tocilizumab
Tofacitinib
Upadacitinib
Voclosporin
Schlagworte
Allogene CAR-T-Zellen
Autoantikörper
Autologe Stammzelltransplantation
B-Zell-Depletion
BCMA-CD3 bispezifische Antikörper
Bindegewebsmassage
CAR-T-Zelltherapie
CD19-CAR-T-Zellen
CDASI-Score
CLASI-Score
CRISPR-Cas9
Fallserie
Fettstammzelltransplantation
Gen-Editing
Graft-versus-Host-Reaktion
HLA-Moleküle
Immun-Reset
Immunrekonstitution
Immuntherapie
Intravenöse Immunglobuline (IVIG)
Konfokale OCT
Langzeitremission
Lasertherapie
LC-OCT
LoSCAT
Manuelle Lymphdrainage
Nicht-invasive Diagnostik
Phototherapie
Physiotherapie
Retrospektive Kohortenstudie
S2k-Leitlinie
SLEDAI-Score
Systemische Glukokortikosteroide
T-Zell-Rezeptor
Tacrolimus
Typ-I-Interferon
Typ-I-Interferonblockade
UVA1-Therapie