DORIS to go
Prof. Dr. med. Matthias Schneider
Patient:innen Empowerment to go
Dr. med. Jule Bachl
Kasuistiken to go
Dr. med. Jan-Gerd Rademacher
Wissenschaftliche Leitung
Universitätsklinikum Düsseldorf
Klinik für Rheumatologie
ehem. Direktor der Klinik
Referent:in
Uniklinikum Erlangen
Medizinische Klinik 3 - Rheumatologie und Immunologie
Assistenzärztin
Referent:in
Universitätsklinikum Göttingen
Facharzt für Innere Medizin und Rheumatologie, Internistische Intensivmedizin
Freigabenummer: DE-93541
RheumaLive zeigt praxisnahe Wege, Remission beim systemischen Lupus erythematodes erreichbar zu machen. Wie lässt sich Remission im Alltag verständlich vermitteln und durch Konzepte wie DORIS (Definition of Remission in SLE) greifbarer machen? Welche Rolle spielen Aufklärung, niedrigschwellige Applikationsmöglichkeiten und partizipative Entscheidungsfindung? Und welche Erkenntnisse liefern konkrete Patientenfälle für die Bewertung von Remissionsstrategien?
DORIS to go: Prof. Matthias Schneider aus Düsseldorf befasst sich mit der „Definition of Remission in SLE“ (DORIS) und geht auf die Remission als zentrales Therapieziel beim systemischen Lupus erythematodes ein. Dabei betont Prof. Schneider, warum eine frühe Kontrolle der Krankheitsaktivität für Prognose und Organerhalt entscheidend ist. Zunächst greift Prof. Schneider den Krankheitsverlauf auf und macht deutlich, dass Organschäden auch früh im Verlauf auftreten können und mit einer erhöhten Mortalität einhergehen. Zudem erläutert Prof. Schneider die DORIS-Remissionskriterien mit klinischem SLEDAI, PGA und Glukokortikoiddosis und ordnet diese im Kontext aktueller Leitlinien und Treat-to-Target-Strategien ein. Abschließend stellt Prof. Schneider therapeutische Optionen in Abhängigkeit von Krankheitsaktivität und Organmanifestation dar und leitet konkrete Therapieziele für die klinische Praxis ab.
Patient:innen Empowerment to go: Dr. Jule Bachl aus Erlangen rückt die Perspektive von Patient:innen mit SLE in den Fokus und macht den Stellenwert von Aufklärung und Einbindung in Therapieentscheidungen deutlich. Dr. Bachl beschreibt die hohe Krankheitslast durch chronischen Verlauf, Schübe, Multiorganbeteiligung und eingeschränkte Lebensqualität und zeigt, dass viele Patient:innen ungedeckte Bedürfnisse in Bereichen wie Fatigue, Schmerz, Informationsbedarf und psychischer Belastung aufweisen. Darüber hinaus stellt Dr. Bachl die Bedeutung von Shared Decision Making für Therapieadhärenz und Behandlungsergebnisse dar und greift digitale Unterstützungsangebote sowie neue Ansätze der Patient:innenaufklärung auf.
Kasuistiken to go: Dr. Jan-Gerd Rademacher aus Göttingen veranschaulicht anhand konkreter Fallbeispiele typische Herausforderungen im klinischen Alltag und ordnet diese im Kontext der Treat-to-Target-Strategie ein. Zunächst stellt Dr. Rademacher einen Patientenfall mit hoher Krankheitsaktivität vor und erläutert die schrittweise Therapieeskalation bis zur Remission unter strukturierter Therapieanpassung. Im weiteren Verlauf greift Dr. Rademacher differenzialdiagnostische Herausforderungen auf, insbesondere bei Symptomen wie Fatigue und Kopfschmerzen, und zeigt die Abgrenzung zwischen SLE-assoziierten Beschwerden und primären Ursachen. Darüber hinaus stellt Dr. Rademacher komplexe Verläufe mit schwerer systemischer Beteiligung dar und verdeutlicht die Bedeutung einer individuellen Therapie sowie der kontinuierlichen Bewertung von Klinik und Serologie.
Fachrichtungen
Kanal
Indikationen
Lupusnephritis (LN)
systemischer Lupus erythematodes (SLE)
Wirkstoffe
Anifrolumab
Azathioprin
Belimumab
Biologic disease-modifying anti-rheumatic drug (bDMARD)
Calcineurininhibitoren
Conventional synthetic disease-modifying anti-rheumatic drug (csDMARD)
Hydroxychloroquin
Methotrexat
Mycophenolat-Mofetil (MMF)
Schlagworte
B-Zell-Depletion
Definition of Remission in SLE (DORIS)
DGRh Leitlinie
Lupus Low Disease Activity State (LLDAS)
Remission
Treat-To-Target (T2T)