Moderation
Fachjournalistin für Gesundheits- und Sozialpolitik
Referent:in
1. Vorsitzende des Marburger Bundes - Bundesverband
Referent:in
Deutscher Bundestag
Mitglied des Gesundheitsausschusses des Deutschen Bundestages und Berichterstatter für Public Health
Referent:in
Bundesvereinigung Prävention und Gesundheitsförderung e.V.
Geschäftsführerin
Referent:in
AOK-Bundesverband
Abteilungsleiter Prävention
Das deutsche Gesundheitssystem steht unter wachsendem Druck. Der demografische Wandel erhöht den Behandlungsbedarf, Fachkräfte fehlen, die finanziellen Spielräume werden enger. Gleichzeitig ist das System weiterhin stark auf die Behandlung von Krankheiten ausgerichtet, während die gezielte Erhaltung von Gesundheit eine untergeordnete Rolle spielt.
Besonders deutlich wird das in der Präventionspolitik. In zentralen Bereichen wie Tabak-, Alkohol- und Ernährungspolitik liegt Deutschland im europäischen Vergleich weit hinten. Wirksame Präventionsmaßnahmen werden nur zögerlich umgesetzt, obwohl ihr Nutzen für Gesundheit und Kostenentwicklung gut belegt ist.
Mehr als 300 Milliarden Euro geben die Krankenkassen jährlich aus. Rund 97 Prozent dieser Mittel fließen in die Behandlung und Verwaltung von Krankheiten. Prävention bleibt im Finanzierungssystem die Ausnahme.
Gesundheit entsteht aber lange vor dem Arztbesuch. Sie wird geprägt in Kitas und Schulen, in Betrieben und Quartieren sowie durch politische Rahmenbedingungen. Prävention ist daher keine individuelle Zusatzaufgabe, sondern eine zentrale gesundheitspolitische Gestaltungsfrage.
Wie kann der Wandel hin zu einem präventionsorientierten Gesundheitssystem gelingen?
Welche Instrumente sind wirksam und warum werden sie bislang nicht konsequent genutzt?
Diesen Fragen widmet sich die aktuelle Ausgabe der Diskussionssendung MB DIREKT des Marburger Bundes.
Indikationen
Prävention
Schlagworte
Adipositas/Ernährung
Alkoholkonsum
Marburger Bund
MB Direkt
Patientendemographie
Tabakkonsum