Seminar Empfehlung
Therapie von Blutungen
Anhaltender Überlebensvorteil durch eine Emicizumab-Prophylaxe mit Aufschieben der immunsuppressiven Therapie bei erworbener Hämophilie A
Behandlungsergebnisse bei erworbener Hämophilie A vor und nach der Marktzulassung von Emicizumab in Japan
Thrombingenerierung zur Vorhersage von Durchbruchsblutungen unter Emicizumab-Prophylaxe bei erworbener Hämophilie A
Prognostische Faktoren für das Auftreten eines Rezidivs bei erworbener Hämophilie A
Anti-CD19-CAR-T-Zelltherapie bei refraktärer erworbener Hämophilie A
Aktueller Behandlungsansatz bei erworbener Hämophilie A in der Emicizumab-Ära
Referent:in
Universitätsklinikum Eppendorf
Zentrum für Onkologie / II. Medizinische Klinik und Poliklinik
Facharzt für Innere Medizin, Facharzt für Hämatologie - Internistische Onkologie
In diesem Video gibt Prof. Dr. Florian Langer aus Hamburg einen kompakten Überblick über aktuelle Entwicklungen in der Therapie der erworbenen Hämophilie A – einer seltenen, aber potenziell lebensbedrohlichen Blutungsstörung.
Im Fokus steht zunächst die Behandlung akuter Blutungen, insbesondere der Einsatz von rekombinantem Faktor VIII (rpFVIII) sowie die zunehmende Bedeutung einer pharmakokinetisch gesteuerten Dosierung. Dabei werden praxisrelevante Aspekte wie interindividuelle Variabilität und optimierte Therapieregime eingeordnet.
Ein zentraler Schwerpunkt des Vortrags liegt auf der Blutungsprophylaxe mit Emicizumab. Aktuelle Studiendaten werden hinsichtlich ihrer Effekte auf Blutungsraten, Infektionen, Hospitalisationsdauer und Gesamtüberleben kritisch diskutiert und im Vergleich zu klassischen immunsuppressiven Strategien bewertet.
Darüber hinaus werden neue Ansätze zur Risikostratifizierung und zum Monitoring beleuchtet, einschließlich der Rolle der Thrombingenerierung zur Abschätzung des Blutungsrisikos unter Therapie.
Ergänzend geht der Vortrag auf prognostische Faktoren, Rezidivrisiken sowie aktuelle Entwicklungen in der immunsuppressiven Therapie ein und gibt Einblicke in innovative Behandlungsansätze bei refraktären Verläufen.
Abschließend wird deutlich, dass die individualisierte Kombination aus effektiver Blutungskontrolle, gezielter Prophylaxe und risikoadaptierter immunsuppressiver Therapie entscheidend für das Management der erworbenen Hämophilie A ist und zunehmend differenzierte klinische Entscheidungen im ärztlichen Alltag erfordert.
Fachrichtungen