Seminar Empfehlung
ASM-Monotherapien in Schwangerschaft: Fehlbildungsrisiko und Dosis-Effekte
Paternale Valproat-Einnahme: Einfluss auf neonatales Outcome?
Paracetamol und das Risiko neurologischer Entwicklungsstörungen
Überlappende chronische Schmerzerkrankungen bei ME/CFS
Reisekrankheit beim Lesen als Indikator für vestibuläre Migräne
GLP1-Agonisten bei Parkinson
Stuhltransplantation bei Parkinson
S3-Leitlinie Neuroborreliose
Demenzen - Diagnostik
Demenzen - Therapie
Demenzen - Epidemiologie und Prävention
Referent:in
Klinikum Siegen
Klinik für Neurologie
Chefarzt
Prof. Dr. Martin Grond aus Siegen widmet sich in seinem Vortrag aktuellen Entwicklungen und neuen wissenschaftlichen Erkenntnissen aus dem Fachgebiet der Neurologie und stellt eine Vielzahl aktueller Studien aus unterschiedlichen neurologischen Indikationsbereichen vor.
Zu Beginn präsentiert Prof. Grond eine Studie zum Einsatz einer Monotherapie mit anfallssupprimierenden Medikamenten (ASM) bei Epilepsie während der Schwangerschaft. Im Fokus standen hierbei das Risiko fetaler Fehlbildungen sowie potenzielle dosisabhängige Effekte antiepileptischer Therapien.
Anschließend wird ein Rote-Hand-Brief thematisiert, der auf mögliche neurologische Entwicklungsstörungen bei Kindern von Vätern hinweist, die innerhalb der drei Monate vor der Zeugung mit Valproat behandelt wurden. Prof. Grond stellt hierzu die Ergebnisse einer groß angelegten dänischen Kohortenstudie vor, welche diese potenziellen Risiken nicht bestätigen konnte.
Eine weitere große schwedische Studie untersucht den Zusammenhang zwischen der Einnahme von Paracetamol während der Schwangerschaft bei Patientinnen mit Migräne und dem Risiko neurologischer Entwicklungsstörungen beim Fötus. Die Ergebnisse zeigten keine Assoziation zwischen der pränatalen Paracetamol-Exposition und der Entwicklung von Autismus, ADHS oder geistigen Behinderungen.
Im weiteren Verlauf des Vortrags erläutert Prof. Grond, dass Migräne eine häufige Komorbidität bei ME/CFS darstellt und betont die Bedeutung einer frühzeitigen Diagnosestellung sowie individualisierter Therapieansätze zur Verbesserung der Lebensqualität der Betroffenen.
Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Vestibulären Migräne. Prof. Grond weist darauf hin, dass eine ausgeprägte Reisekrankheit, insbesondere beim Lesen während der Fahrt, ein klinischer Hinweis auf diese Erkrankung sein kann. Therapeutisch kommen sowohl prophylaktische Maßnahmen als auch symptomatische Behandlungsstrategien, beispielsweise mit Antiemetika oder Cinnarizin, zum Einsatz.
Darüber hinaus beschäftigt sich Prof. Grond mit der Parkinson-Krankheit und diskutiert aktuelle Studien zum Einsatz von GLP-1-Rezeptoragonisten wie Lixisenatid bei Parkinson-Patient:innen. Die vorgestellten Daten weisen auf potenziell positive Effekte hinsichtlich Krankheitsverlauf und Symptomkontrolle hin.
Im Anschluss thematisiert er die Bedeutung der Hirn-Darm-Achse und den Zusammenhang zwischen Mikrobiom und zentralem Nervensystem. In diesem Kontext stellt Prof. Grond eine aktuelle Studie zur fäkalen Mikrobiota-Transplantation vor, welche jedoch keine signifikanten positiven Effekte auf den Verlauf der Parkinson-Erkrankung nachweisen konnte.
Im neuroinfektiologischen Teil des Vortrags wird die neue S3-Leitlinie zur Neuroborreliose vorgestellt und hinsichtlich ihrer diagnostischen und therapeutischen Empfehlungen diskutiert.
Abschließend widmet sich Prof. Grond dem Themenkomplex der Demenz und präsentiert aktuelle Daten zu Diagnostik, Therapie, Epidemiologie und Präventionsstrategien dementieller Erkrankungen.
Indikationen
ADHS
Alzheimer
Autismus
chronische Schmerzen
Demenz
Epilepsie
Geistige Behinderung
Kopfschmerzen
ME/CFS
Migräne
Mild Cognitive Impairment
Neuroborreliose
Parkinson
Vestibuläre Migräne
Wirkstoffe
Acetaminophen
Carbamazepin
Cefotaxim
Ceftriaxon
Doxycyclin
Exenatid
Lamotrigin
Lecanemab
Levetiracetam
Lixisenatid
Oxcarbazepin
Paracetamol
Penicillin G
Phenobarbital
Phenytoin
Valproat
Schlagworte
Amyloid-PET
Antikörperindex
ARIA-E
ARIA-H
Aß42/40-Ratio
Biomarker
Cohort Study
Demenz
Geschwisterkontrollanalyse
Intrathekale Antikörpersynthese
kognitive Störungen
Liquordiagnostik
MDS-UPDRS
Morbus Parkinson
Neurofilament
Neuroinfektiologie
Neurologie
Phosphoryliertes Tau
Prospektivstudie
Randomisierte Studie
S3-Leitlinie
schlaganfall
UPDRS