Mehr als nur Fettleber – die chronisch fortschreitende Lebererkrankung MASH
Prof. Dr. med. Matthias Blüher
MASH: Lebergerichtet behandeln
Prof. Dr. med. Jörn Schattenberg
Von der Leitlinie in die Praxis – Diagnostik, Risikostratifizierung und frühe Therapieeinleitung
Univ.-Prof. Dr. med. Elke Roeb
Referent:in
Universitätsmedizin Leipzig
Klinik und Poliklinik für Endokrinologie und Nephrologie
Leiter der Adipositas-Ambulanz für Erwachsene
Referent:in
Universitätsklinikum des Saarlandes und Medizinische Fakultät der Universität des Saarlandes, Homburg
Innere Medizin II / Schwerpunkt Gastroenterologie, Hepatologie, Endokrinologie, Diabetologie und Ernährungsmedizin, Zusatzbezeichnung Infektiologie
Direktor der Klinik
Referent:in
Universitätsklinikum Gießen
Medizinische Klinik II
Abteilungsleiterin SP Gastroenterologie / Professur für Innere Medizin, Schwerpunkt Gastroenterologie
MASH im Wandel: Von der Risikostratifizierung zur lebergerichteten Therapie
Die metabolische Dysfunktion-assoziierte Steatohepatitis (MASH) ist weit mehr als eine Begleiterkrankung des metabolischen Syndroms. Als chronisch progrediente Lebererkrankung kann sie zu fortschreitender Fibrose, Leberzirrhose, hepatischer Dekompensation, hepatozellulärem Karzinom und letztlich leberbedingter Mortalität führen. Dabei gilt insbesondere das Ausmaß der Leberfibrose als entscheidender prognostischer Faktor für leberbezogene und gesamtmortalitätsrelevante Endpunkte.
Trotz ihrer hohen Prävalenz bleibt MASH häufig unerkannt. Viele Patienten werden erst in fortgeschrittenen Krankheitsstadien diagnostiziert, wenn bereits irreversible Leberschäden eingetreten sind. Gleichzeitig wurde die systematische Identifikation von Patienten mit erhöhtem Fibroserisiko in der Vergangenheit oftmals als wenig konsequenzreich wahrgenommen, da gezielte therapeutische Optionen nur eingeschränkt zur Verfügung standen.
Mit der Weiterentwicklung nicht-invasiver Diagnoseverfahren und der Verfügbarkeit erster lebergerichteter Therapieansätze hat sich dieses Paradigma grundlegend verändert. Die frühzeitige Identifikation von Patienten mit klinisch relevanter Fibrose gewinnt zunehmend an Bedeutung, da sich aus der Diagnostik heute erstmals konkrete therapeutische Konsequenzen ableiten lassen. MASH-Diagnostik ist heute nicht mehr nur Risikobeschreibung, sondern die Grundlage einer konkreten Therapieentscheidung.
Doch welche Patienten sind besonders gefährdet, eine klinisch relevante Leberfibrose zu entwickeln? Welche Rolle spielen FIB-4, VCTE und weitere nicht-invasive Verfahren in der täglichen Praxis? Und wie können aktuelle Leitlinienempfehlungen sowie neue therapeutische Optionen sinnvoll in bestehende Behandlungspfade integriert werden?
Im Rahmen dieses Webinars geben ausgewiesene Experten einen praxisnahen Überblick über den aktuellen Wissensstand zu MASH. Ausgehend von den pathophysiologischen Mechanismen der Erkrankung werden die Bedeutung der Fibrose als zentraler prognostischer Schlüsselfaktor sowie moderne Strategien zur Patientenidentifikation und Risikostratifizierung vorgestellt.
Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf den aktuellen Entwicklungen im Bereich der lebergerichteten Therapie. Die Verfügbarkeit neuer Behandlungsoptionen eröffnet erstmals die Möglichkeit, gezielt in den Krankheitsverlauf der MASH einzugreifen und Patienten mit erhöhtem Progressionsrisiko frühzeitig zu behandeln. Diskutiert werden die verfügbaren klinischen Daten, die Einordnung neuer Therapieansätze in aktuelle Leitlinien sowie deren potenzielle Rolle innerhalb eines strukturierten, risikoadaptierten Behandlungspfads.
Darüber hinaus erhalten die Teilnehmer ein Update zur aktuellen Leitlinie sowie der praktischen Umsetzung im klinischen Alltag – von der Risikostratifizierung über die Therapieentscheidung bis hin zum langfristigen Patientenmanagement.
Das Webinar bietet die Gelegenheit, aktuelle wissenschaftliche Erkenntnisse mit führenden Experten zu diskutieren und konkrete Handlungsempfehlungen für die frühzeitige Identifikation, Risikobewertung und leitliniengerechte Behandlung von Patienten mit MASH abzuleiten.
Lernziele
• MASH als chronisch progrediente Lebererkrankung und ihre klinische Bedeutung einordnen
• Patienten mit erhöhtem Risiko für fortgeschrittene Fibrose frühzeitig identifizieren
• Nicht-invasive Diagnose- und Risikostratifizierungsverfahren gezielt einsetzen
• Die Bedeutung der Fibrose als prognostischen Schlüsselfaktor verstehen
• Aktuelle Leitlinienempfehlungen in die klinische Praxis übertragen
• Die Bedeutung lebergerichteter Therapieansätze für das Krankheitsmanagement einordnen
• Praxisrelevante Aspekte des Therapiemanagements und der Patientensteuerung diskutieren
DE-PP-RES-00192