Seminar Empfehlung
Depemokimab 2x/Jahr bei schwerem eosinophilem Asthma – SWIFT-1&2
ICS-Reduktion unter Biologika bei schwerem eosinophilem Asthma – SHAMAL
„Clinical Benefits“ durch frühe Diagnose und Therapie bei Asthma & COPD
Exzess-Kosten durch COPD – Trend über 20 Jahre
Ensifentrine – Reduktion der COPD-Exazerbationen durch den PDE3/4-Inhibitor
Bisoprolol bei COPD mit hohem Exazerbations-Risiko – die BICS Studie
RSV assoziierte ambulante COPD-Exazerbationen
Nächtliche Sauerstofftherapie bei obstruktiver Schlafapnoe (OSA)
Langzeit-Sauerstoff-Therapie bei schwerer Hypoxämie
Morphin als Therapie des Hustens bei IPF – PACIFY COUGH
Referent:in
Kantonsspital Aarau
Pneumologie und Schlafmedizin
Chefarzt
In diesem Vortrag bietet Prof. Dr. Hans-Joachim Kabitz aus Aarau einen umfassenden Überblick über aktuelle Entwicklungen und zukünftige Therapieansätze in der Pneumologie mit besonderem Fokus auf Asthma, COPD und interstitielle Lungenerkrankungen.
Im ersten Teil steht die moderne Behandlung des schweren eosinophilen Asthmas im Mittelpunkt. Neue Daten zu Depemokimab aus den SWIFT-1- und SWIFT-2-Studien zeigen das Potenzial monoklonaler Antikörper mit verlängerten Applikationsintervallen von lediglich zwei Gaben pro Jahr und eröffnen neue Perspektiven für Therapieadhärenz und Langzeitkontrolle. Ergänzend wird anhand der SHAMAL-Studie diskutiert, inwieweit unter einer effektiven Biologikatherapie eine Reduktion inhalativer Kortikosteroide möglich ist, ohne die Krankheitskontrolle zu gefährden.
Ein weiterer Schwerpunkt widmet sich der Epidemiologie sowie dem sozioökonomischen Einfluss von Asthma und COPD. Die Bedeutung einer frühen Diagnose und leitliniengerechten Therapie wird im Hinblick auf klinische Endpunkte ebenso beleuchtet wie die langfristige Entwicklung der krankheitsbedingten Kosten. Insbesondere bei COPD wird der Trend zunehmender Exzesskosten über einen Zeitraum von zwei Jahrzehnten kritisch analysiert.
Im Kontext der COPD-Therapie werden aktuelle medikamentöse Bausteine vorgestellt. Neue Erkenntnisse zum inhalativen PDE3/4-Inhibitor Ensifentrine zeigen eine relevante Reduktion von Exazerbationen und erweitern das therapeutische Spektrum. Darüber hinaus wird die Rolle von Betablockern bei COPD mit hohem Exazerbationsrisiko anhand der BICS-Studie diskutiert, inklusive der Frage, bei welchen Patientengruppen und unter welchen Voraussetzungen ein Einsatz sinnvoll sein kann. Auch RSV-assoziierte ambulante Exazerbationen rücken als bislang unterschätzter Faktor zunehmend in den Fokus.
Abgerundet wird der Vortrag durch praxisrelevante Aspekte der Sauerstofftherapie bei pneumologischen Erkrankungen. Die nächtliche Sauerstoffgabe bei obstruktiver Schlafapnoe sowie die Indikation zur Langzeit-Sauerstofftherapie bei schwerer Hypoxämie werden evidenzbasiert eingeordnet. Abschließend wird auf die symptomorientierte Therapie des chronischen Hustens bei idiopathischer Lungenfibrose eingegangen, wobei die Ergebnisse der PACIFY-COUGH-Studie den Stellenwert von Morphin als therapeutische Option beleuchten.
Indikationen
Asthma
COPD
Dyspnoe
Eosinophiles Asthma
Husten
Hypoxämie
idiopathische Lungenfibrose
IPF
Luftnot
Obstruktive Schlafapnoe
OSA
RSV-Infektion
Wirkstoffe
Benralizumab
Bisoprolol
Depemokimab
Ensifentrine
Formoterol
ICS
Macrogol
Morphin
Naloxon
Oxycodon
Schlagworte
AHI
Asthma bronchiale
ctDNA
Exazerbation
FEV1
Gesundheitsökonomie
Kaplan-Meier
Komorbidität
Konsultationsrate
Kostenreduktion
Lebensqualität
Lungenfunktion
Metaanalyse
Pneumologie
Präventive Medizin
Randomisierte Studie
Real-World-Daten
Symptomkontrolle
Therapieadhärenz
Versorgungsforschung