ADHS bei Frauen – eine stille Diagnose
Dr. med. Andrea Boreatti
Zwischen Depression, Burnout und Hormonschwankungen – Differenzialdiagnostik in der Praxis
Dr. med. Astrid Neuy-Lobkowicz
Diagnostik & Abrechnung – was ist in der Hausarztpraxis möglich?
Dr. med. Frank Matthias Rudolph
Wissenschaftliche Leitung
Universitätsklinikum Bonn AöR
Fachärztin für Psychiatrie und Psychotherapie, Direktorin der Klinik und Poliklinik für Psychiatrie und Psychotherapie
Referent:in
Gemeinschaftspraxis für Neurologie, Psychiatrie und Psychotherapie in Lohr am Main
Fachärztin für Psychiatrie und Psychotherapie
Referent:in
Eigene Facharztpraxen mit Schwerpunkt ADHS in Aschaffenburg und München sowie ADHS-Zentrum in München
Fachärztin für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie
Referent:in
Eigene Praxis für Verhaltenstherapie Boppard
Facharzt für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie, Diabetologie / Rehabilitationswesen Supervisor
PraxisLive zum Thema Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörungen (ADHS) bei Frauen. Warum wird ADHS bei Frauen so häufig übersehen und oft erst im Erwachsenenalter erkannt und wie äußert es sich anders als bei Männern? Wie lassen sich ADHS, Depression, Burnout und hormonelle Veränderungen sicher voneinander abgrenzen? Welche Screening- und Diagnosetools stehen für Hausärzt:innen zur Verfügung und wie sehen die Abrechnungsmöglichkeiten im hausärztlichen Setting sowie eine wirtschaftlich sinnvolle Versorgung aus?
In dieser Online-Fortbildung der PraxisLive-Sendereihe für Sie im Studio:
Dr. Andrea Boreatti aus Lohr am Main beleuchtet die geschlechtsspezifischen Besonderheiten von ADHS bei Frauen. Dr. Boreatti zeigt epidemiologische Unterschiede zwischen Kindheit und Erwachsenenalter auf, erläutert Subtypen sowie Kernsymptome und beschreibt, wie sich Symptomprofile bei Frauen häufig verändern und internalisieren können. Zudem thematisiert Dr. Boreatti Belastungsfaktoren des modernen Lebensalltags, die Rolle kompensatorischer Strategien und die Bedeutung einer gendersensiblen Diagnostik. Ein Schwerpunkt liegt auf hormonellen Einflüssen – von prämenstruellen Beschwerden über Schwangerschaft und Wochenbett bis hin zur Menopause – sowie deren Auswirkungen auf Symptomatik und Therapieansprechen.
Dr. Astrid Neuy-Lobkowicz aus Aschaffenburg/München befasst sich mit der Differenzialdiagnostik zwischen Depressionen, Burnouts und Hormonschwankungen. Dr. Neuy-Lobkowicz zeigt typische Belastungsfaktoren und Stressoren bei Frauen mit ADHS auf, erläutert Symptome wie Erschöpfung, Reizüberflutung und Störungen der Selbstorganisation und stellt Zusammenhänge zwischen ADHS, Stressreaktionen und Erschöpfungssyndromen dar. Dr. Neuy-Lobkowicz beschreibt die Bedeutung hormoneller Übergänge und weist auf erhöhte Risiken für Schwangerschafts- und Geburtskomplikationen, postpartale Depressionen sowie klimakterische Beschwerden hin. Darüber hinaus thematisiert Dr. Neuy-Lobkowicz psychische und somatische Begleiterkrankungen, diagnostische Fallstricke und Gründe für Fehldiagnosen, die bei Frauen besonders häufig auftreten.
Dr. Frank Matthias Rudolph aus Boppard stellt Möglichkeiten der Diagnostik und Abrechnung in der Hausarztpraxis vor. Dabei gibt Dr. Rudolph einen Überblick über die strukturierten Abläufe der integrierten ADHS-Diagnostik (IDA), verschiedene Screeningverfahren wie die WHO-Selbstbeurteilungsskala sowie die Rolle des Hausarztes bei Diagnostik, Überweisung, Begleitung und Therapiekontrolle. Dr. Rudolph zeigt praxisnahe Ansatzpunkte auf, zu denen somatische Untersuchungen, das Monitoring unter Medikation, der Einsatz digitaler Gesundheitsanwendungen (DiGA) sowie die Nutzung von Selbsthilfeangeboten gehören. Ergänzend erläutert Dr. Rudolph die Grundlagen der Abrechnung nach dem Einheitlichen Bewertungsmaßstab (EBM) und der Gebührenordnung für Ärzte (GOÄ).
Kanal
Indikationen
Aufmerksamkeitsdefizit-/Hyperaktivitätsstörung (ADHS)
Depression
Erschöpfungssyndrom
Hashimoto-Thyreoiditis (HT)
Prämenstruelles Syndrom
Schlagworte
DiGA
Menopause
Schwangerschaft