Seminar Empfehlung
Aktuelles zum Glioblastom
Kein Wirksamkeitsnachweis für Regorafenib in AGILE
Temozolomid als Standard bei Astrozytom, IDH-mutiert, ZNS-WHO-Grad 3
Vorasidenib bei IDH-mutierten Astrozytomen, ZNS-WHO-Grad 2
Prognostische Bedeutung von Protonenpumpenhemmern beim Glioblastom?
Dordaviprone bei diffusen Mittelliniengliomen
Histon H3 G34-mutierte diffuse hemisphärische Gliome
Selumetinib bei Neurofibromatose 1 und plexiformen Neurofibromen
Brigatinib bei NF-2-Schwannomatose
Belzutifan bei von Hippel-Lindau-Erkrankung
Referent:in
Universitätsspital Zürich
Klinik für Neurologie
Klinikdirektor, Leiter Hirntumorzentrum Comprehensive Cancer Center Zürich, Vorstandsmitglied Klinisches Neurozentrum, Spezialgebiet Neuro-Onkologie
In seinem Vortrag bietet Prof. Dr. Michael Weller aus Zürich einen kompakten Überblick über aktuelle Entwicklungen bei „ZNS-Tumoren“, mit Schwerpunkt auf diffusen Gliomen, histon-alterierten Tumoren und neuen Therapieansätzen bei Phakomatosen.
Zu Beginn erläutert Prof. Weller moderne Klassifikationen und den Therapiealgorithmus des Glioblastoms, ergänzt durch aktuelle Daten, die für Regorafenib in der AGILE-Studie keinen überzeugenden Wirksamkeitsnachweis zeigen. Für IDH-mutierte Astrozytome des WHO-Grades 3 wird die Evidenz zu Temozolomid aus der CATNON-Studie dargestellt, während bei niedriggradigen IDH-mutierten Tumoren der Stellenwert von Vorasidenib und die Frage eines möglichen Aufschubs der Radiochemotherapie im Mittelpunkt stehen. Zudem wird die potenzielle prognostische Relevanz von Protonenpumpenhemmern beim Glioblastom kritisch eingeordnet.
Im Bereich der histon-alterierten Gliome werden erste Studiendaten zu Dordaviprone bei diffusen Mittelliniengliomen sowie Erkenntnisse zu seltenen histon H3 G34-mutierten hemisphärischen Gliomen vorgestellt.
Abschließend widmet sich Prof. Weller neuen Behandlungsoptionen bei Phakomatosen: Selumetinib für Neurofibromatose Typ 1 mit plexiformen Neurofibromen, Brigatinib für die NF-2-Schwannomatose sowie Belzutifan als erste zugelassene medikamentöse Therapie für die von-Hippel-Lindau-Erkrankung.
Indikationen
Astrozytom
Glioblastom
Histon-alterierte Gliome
Mittelliniengliome
Neurofibromatose
Phakomatose
Schwannomatose
Von-Hippel-Lindau-Syndrom
ZNS-Tumore
Wirkstoffe
Belzutifan
Bevacizumab
Brigatinib
Dordaviprone
Ivosidenib
Lomustin
Mirdametinib
Regorafenib
Safusidenib
Selumetinib
Temozolomid
Vorasidenib
Schlagworte
AGILE-Studie
CATNON Studie
Chemotherapie
H3 G34-mutierte Gliome
IDH-mutante Tumoren
Indigo Studie
KOMET-Studie
Protonenpumpenhemmer (PPI)
Strahlentherapie
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