Netzwerk gegen Darmkrebs e.V.
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Ist die Vernetzung hochkarätiger Entscheidungsträger im Bereich der Prävention, insbesondere der Darmkrebsvorsorge. Der Verein bringt diese Opinion Leader aus Public Health, Medizin, Politik, Wirtschaft und Wissenschaft, die sich in gleicher Weise um die Darmkrebsprävention bemühen, an einen Tisch, um die Darmkrebsvorsorge in Deutschland gemeinsam voranzubringen. Der Verein schafft so den Transfer von der Wissenschaft zur Praxis und will auf diesem Weg neue gesundheitspolitische Standards schaffen.
Der Netzwerk gegen Darmkrebs e.V. unterstützt den Informationsaustausch seiner Mitglieder durch Experten-Symposien und Fortbildungen zu relevanten Fachthemen.

Das Netzwerk gegen Darmkrebs e.V. generiert in Zusammenarbeit mit ausgewiesenen Expertinnen und Experten wissenschaftlich basierte Fortbildungen, mit dem Ziel Darmkrebs präventiv zu begegnen bzw. besser zu verstehen und zu verhindern. Diese Live-online-Events sprechen speziell die Ärzteschaft an, um Wissen weiterzugeben und neue Erkenntnisse direkt in der Praxis umzusetzen.
Schwerpunktthemen sind unter anderem Bakterien (Mikrobiom) im Darm und deren Rolle bei chronisch entzündlichen Krankheiten, wie Morbus Crohn, und besonders bei der Krebsentstehung. Diese Arbeiten tragen essentiell zur mechanistischen Aufklärung von Entzündungs- und Tumorerkrankungen bei.
Außerdem werden Möglichkeiten aufgezeigt, Darmkrebs präventiv zu begegnen bzw. während und nach einer erfolgreichen Behandlung das Gesamtüberleben zu verbessern. Hier wird besonders das Stichwort Bewegung aufgegriffen. Änderungen im Lebensstil, insbesondere körperliches Training, verbessern, auf wissenschaftlicher Grundlage, die Rehabilitation von Herzkreislauf- und Krebserkrankungen.
Thematisiert wird zudem das Spezialgebiet der Humangenetik - mit besonderem Fokus auf das erblich bedingte kolorektale Karzinom (HNPCC/Lynch‑Syndrom). Ziel ist es genetische Risiken frühzeitig zu erkennen und gezielte Präventionsmaßnahmen oder auch passgenaue genetische Tumortherapien zu ermöglichen.

Im Rahmen des Symposiums zum Darmkrebsmonat März 2026 des Netzwerks gegen Darmkrebs standen zentrale Meilensteine der Darmkrebsfrüherkennung im Fokus – insbesondere die Verbindung von Innovation, Künstlicher Intelligenz und Qualität. Ein besonderer Schwerpunkt lag auf genetischen Risiken wie dem Lynch-Syndrom, das noch immer zu selten erkannt wird, obwohl eine frühzeitige und regelmäßige Vorsorge entscheidend ist.
Zukunftsweisend sind neue diagnostische Ansätze wie die Liquid Biopsy, die durch tumorspezifische Biomarker eine individuelle, risikoadaptierte Prävention künftig ermöglichen könnten. Gleichzeitig treiben technologische Entwicklungen in der Endoskopie – etwa KI-gestützte Verfahren und verbesserte Bildgebung – die Qualität der Früherkennung weiter voran, wobei die Adenomdetektionsrate (ADS) ein zentraler Maßstab bleibt.
Neben diesen Innovationen wurde auch die Bedeutung der Primärprävention betont: Ein gesunder Lebensstil und die aktive Ansprache von Früherkennung und familiären Risiken bleiben wesentliche Bausteine im Kampf gegen Darmkrebs.
Der Netzwerk gegen Darmkrebs e.V. mit Sitz in München wurde 2004 gegründet von Dr. Christa Maar (✝2022) - ehem. Vorstand der Felix Burda Stiftung -, Prof. Dr. Meinhard Classen (✝2019) - ehem. Vorsitzender der IDCA und ehem. Direktor der II. Medizinischen Klinik und der Poliklinik der TU München Klinikum rechts der Isar -, Dr. Berndt Birkner - Präsident des Netzwerks, Gastroenterologe und ehem. Vorsitzender der Sektion Gastroenterologie im Berufsverband Deutscher Internisten e.V. -, Dr. Axel Munte - Partner der LIBERTAMED GmbH sowie Vorstandsvorsitzender des Bundesverbands ambulante spezialfachärztliche Versorgung e.V. -, Christian Bredl - Mitglied im wissenschaftlichen Beirat des Netzwerks und Leitung der Landesvertretung Bayern der Techniker Krankenkasse München -, Gerhard Schulte - Ministerialdirektor a.D., ehem. Vorstandsvorsitzender des BKK Landesverbandes Bayern, im Präsidium Gesellschaft für Recht und Politik im Gesundheitswesen e.V. GRPG -, Prof. Dr. Roland Schmid - Facharzt für Innere Medizin, Gastroenterologie und Endokrinologie am TUM Klinikum Rechts der Isar -, Prof. Dr. Dr. Alexander Ehlers - Fachanwalt für Medizinrecht, Facharzt für Allgemeinmedizin und Mitglied im Präsidium des Netzwerks und Ewald Seger (✝2021) - ehem. Leiter der Finanzbuchhaltung der Burda GmbH, Mitglied der Geschäftsleitung, Vorstandsmitglied der Hubert Burda Stiftung bzw. der Felix Burda Stiftung und Schatzmeister des Netzwerks gegen Darmkrebs.
Das Ziel des Vereins und seiner Mitglieder ist es, die Anzahl der Menschen in Deutschland, die jährlich an Darmkrebs sterben - von aktuell rund 26.000 - signifikant zu senken. Dessen Mitglieder sind visionäre Vordenker für die Verbesserung der Qualität und Patientenfreundlichkeit der Vorsorge von Darmkrebs. Sie gelten als aktive Wegbereiter von Innovationen und gesellschaftspolitischen Veränderungen im Bereich der Darmkrebsvorsorge und -früherkennung.
Wichtigstes Kriterium für eine Aufnahme ist neben der Anerkennung der Vereinszwecke die Förderung der Entwicklung des öffentlichen Gesundheitswesens und/oder betrieblichem Gesundheits-Managements auf dem Gebiet der Prävention, insbesondere der Vorsorge und Früherkennung von Darmkrebs sowie der nachhaltigen Förderung der damit verbundenen gemeinnützigen Arbeit des Vereins.
Sie haben Interesse an einer Mitgliedschaft? Werden Sie Teil des Netzwerks unter: Mitglied werden | Netzwerk gegen Darmkrebs e.V. oder kontaktieren Sie uns unter Mittermeier@Netzwerk-gegen-Darmkrebs.de