Zentrum für Interstitielle und Seltene Lungenerkrankungen (ZISL) - Justus-Liebig-Universität Gießen
Zentrum für Interstitielle und Seltene Lungenerkrankungen (ZISL) - Justus-Liebig-Universität Gießen
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Zentrum für Interstitielle und Seltene Lungenerkrankungen (ZISL) - Justus-Liebig-Universität Gießen
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Zentrum für Interstitielle und Seltene Lungenerkrankungen (ZISL) - Justus-Liebig-Universität Gießen
Das Zentrum für Interstitielle und Seltene Lungenerkrankungen am Universitätsklinikum Gießen und Marburg (UKGM) unter Beteiligung der Pneumologischen Klinik des Ev. KH Mittelhessen Gießen wird von Univ.-Prof. Dr. med. Andreas Günther geleitet und ist eine spezialisierte Einrichtung für die Diagnostik, Behandlung und wissenschaftliche Erforschung komplexer Lungenerkrankungen. Das Team verfügt über langjährige Erfahrung im Umgang mit seltenen Krankheitsbildern und bietet Patientinnen und Patienten eine Versorgung auf höchstem universitätsmedizinischem Niveau.
Zum Team gehören neben Prof. Günther und Prof. Ph. Markart auch die Leiterin der Ambulanz Frau Dr. med. Silke Tello sowie stv. Leiterin der Ambulanz Frau PD Dr. med. Ekaterina Krauss, Fachärzt:innen für Innere Medizin und Pneumologie. Gemeinsam stellen sie sicher, dass Patientinnen und Patienten nicht nur umfassend medizinisch behandelt, sondern auch individuell betreut und langfristig begleitet werden.
Das Zentrum hat sich auf Interstitielle Lungenerkrankungen wie die idiopathische pulmonale Fibrose, die Sarkoidose, die exogen-allergische Alveolitis, sowie weitere zahlreiche entzündliche und fibrosierende Erkrankungen spezialisiert. Im Mittelpunkt stehen eine präzise Diagnostik mit modernen Verfahren wie hochauflösender Bildgebung, Lungenfunktionsanalysen, bronchoskopischen Methoden und Gewebeuntersuchungen. Ziel ist es, für jede Patientin und jeden Patienten ein maßgeschneidertes Therapiekonzept zu entwickeln.
Neben der leitliniengerechten Behandlung bietet das Zentrum Zugang zu innovativen Therapieansätzen, die im Rahmen nationaler und internationaler Studien geprüft werden. Durch die enge Zusammenarbeit mit der pharmazeutischen Industrie und akademischen Partnern werden neue Medikamente entwickelt, ihre Wirksamkeit und Sicherheit getestet und Patientinnen und Patienten frühzeitig Zugang zu vielversprechenden Therapieoptionen ermöglicht. Das Zentrum ist regelmäßig an Phase-II- und Phase-III-Studien beteiligt und trägt aktiv zur Weiterentwicklung medikamentöser Behandlungsmöglichkeiten bei.
Ein weiterer Schwerpunkt ist die interdisziplinäre Zusammenarbeit: Pneumologen, Radiologen, Pathologen, Rheumatologen, und weitere Fachdisziplinen arbeiten Hand in Hand, um komplexe Krankheitsverläufe zu verstehen und nach Diskussion im ILD-Board abgestimmte Therapien umzusetzen. Ergänzend werden Physiotherapie, Ernährungsmedizin, psychosoziale Unterstützung und ggf. palliative Betreuung integriert, um eine ganzheitliche Versorgung sicherzustellen.
Darüber hinaus beinhaltet das Zentrum eine von Frau PD Dr. Poornima Mahavadi geleitete, grundlagenwissenschaftlich und translational ausgerichtete Forschungsgruppe, in der Mechanismen der alveolären Epithelschädigung, der verminderten Epithelregeneration und der gestörten Interaktion von Alveolarepithel und Mesenchymzellen studiert werden, und zwar unter Nutzung hochinnovativer Methoden wie z.B. Hochpräzisionsschnitte von Lungengeweben von Patienten mit interstitiellen Lungenerkrankungen.
Das Zentrum ist darüber hinaus in die Registerforschung eingebunden: so wird das europäische ILD-Register (eurILDreg), das Daten zu Versorgung und Langzeitverläufen interstitieller Lungenerkrankungen europaweit liefert, durch das Zentrum für Interstitielle und Seltene Lungenerkrankungen koordiniert. Parallel dazu betreibt das Zentrum eine eurILD-Biobank, in der Gewebe-, Blut- und andere Proben nach höchsten Standards gesammelt und archiviert werden. Damit lassen sich molekulare Mechanismen erforschen und neue Biomarker für Diagnostik und Prognose entwickeln.
Der Austausch mit Patientengruppen und Selbsthilfeorganisationen ist fester Bestandteil der Arbeit. Das Zentrum informiert regelmäßig über neue Entwicklungen, bindet Betroffene in Forschungsprojekte ein und fördert so eine Kultur der Transparenz und des gemeinsamen Fortschritts.
Durch die enge Verzahnung von ambulanter und stationärer Versorgung können Patient:innen sowohl in akuten Situationen als auch in der Langzeitbetreuung zuverlässig begleitet werden. Strukturierte Verlaufskontrollen, individuelle Therapieanpassungen und die Koordination mit niedergelassenen Ärztinnen und Ärzten sichern eine kontinuierliche und zugleich wohnortnahe Betreuung.
Damit zählt das Zentrum für Interstitielle und Seltene Lungenerkrankungen am UKGM Gießen zu den führenden ILD-Einrichtungen in Deutschland. Es verbindet modernste medizinische Standards, interdisziplinäre Zusammenarbeit, internationale Vernetzung und wissenschaftliche Innovation mit einer patientenzentrierten Haltung, die den Menschen als Ganzes in den Mittelpunkt stellt.

Wir versorgen Patientinnen und Patienten mit Interstitiellen und Seltenen Lungenerkrankungen individuell, empathisch und nach modernsten Standards.
Wir verbessern durch Forschung, Studien und Biobankarbeit die Behandlungsmöglichkeiten.
Wir arbeiten interdisziplinär, um komplexe Krankheitsbilder ganzheitlich zu verstehen und zu behandeln.
Wir sind national und international vernetzt und ermöglichen frühzeitigen Zugang zu innovativen Therapien.
Wir verbinden universitäre Spitzenmedizin mit Forschung und Lehre für eine nachhaltige Verbesserung der Versorgung.
Wir begleiten Patientinnen und Patienten langfristig, sehen den Menschen als Ganzes und beziehen auch Angehörige mit ein.

Das Zentrum für Interstitielle und Seltene Lungenerkrankungen (ZISL) der Justus-Liebig- Universität Gießen lädt Sie herzlich zu unserem Online-Symposium am 25. Juni 2026 ein.
Interstitielle Lungenerkrankungen stellen die klinische Versorgung vor besondere Herausforderungen, weil akute Symptomatik, diagnostische Unsicherheit, prognostische Einschätzung und therapeutische Konsequenzen eng miteinander verknüpft sind. Genau diese Verbindung greift die Veranstaltung auf: von der akuten Präsentation und frühen Verlaufsbeurteilung über die Frage, wie KI-gestützte Bildanalyse die diagnostische Präzision erweitern kann, bis hin zur evidenzbasierten und individuellen Therapieentscheidung. Ergänzt wird diese Perspektive durch die akute Versorgung in der Notaufnahme. Die vier Beiträge bilden damit eine klinische Linie: von der ersten Einschätzung über die vertiefte diagnostische Einordnung bis zur therapeutischen und notfallmedizinischen Handlungskonsequenz.
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Klinikstraße 36, 35392 Gießen