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Die Herzinsuffizienz ist der häufigste Grund für Krankenhauseinweisungen in Deutschland. Wir besprechen, wie die Erkrankung entsteht und sich als Systemerkrankung manifestiert, wie sie leitliniengerecht diagnostiziert wird und welche Therapieoptionen zur Verfügung stehen.
Anhand der Ejektionsfraktion unterscheidet die ESC-Leitlinie 2021 drei Phänotypen: HFrEF, HFmrEF und HFpEF. Die HFrEF entsteht meist über ein kardiovaskuläres Kontinuum aus Atherosklerose und Myokardinfarkt, seltener nicht-ischämisch etwa durch Myokarditis, Kardiotoxine oder genetische Kardiomyopathien. Die HFpEF betrifft eher ältere, häufiger weibliche Patientinnen mit Komorbiditäten wie Hypertonie, Diabetes und Adipositas; Beschwerden treten meist erst unter Belastung auf, wenn Herzzeitvolumen und pulmonale Gefäßregulation nicht ausreichend ansteigen. Da das Herz und andere Organe über neuroendokrine, inflammatorische und metabolische Signalwege verbunden sind, gilt die Herzinsuffizienz heute als Systemerkrankung.
Die Diagnostik stützt sich auf Anamnese, körperliche Untersuchung, EKG, Labor und Echokardiographie. Bei Verdacht empfiehlt der ESC-Algorithmus natriuretische Peptide und eine Echokardiographie; Rechtsherzkatheter oder Kardio-MRT klären ergänzend Ätiologie und Schweregrad.
Bei der HFrEF bilden vier prognoseverbessernde Substanzklassen – ACE-Hemmer/ARNI, Betablocker, Mineralokortikoidrezeptor-Antagonisten und SGLT2-Inhibitoren – die Basistherapie, ergänzt durch ICD und CRT bei individueller Indikation. Für HFmrEF und HFpEF gewinnen SGLT2-Inhibitoren zunehmend an Bedeutung; der Volumenstatus dient durchgehend als Leitgröße für Therapiesteuerung und Monitoring. Eine leitliniengerechte Therapie kann die Prognose um rund die Hälfte verbessern – umso wichtiger ist die frühzeitige Diagnosestellung.
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| vor 3 Jahren
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Indikationen
HFrEF
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Rechtsherzinsuffizienz
diastolische Herzinsuffizienz
HFmrEF
chronische Herzinsuffizienz
Herzinsuffizienz mit reduzierter Pumpfunktion
Herzinsuffizienz mit reduzierter Ejektionsfraktion
Herzinsuffizienz mit erhaltener EF
Herzinsuffizienz mit erhaltener Ejektionsfraktion
Herzinsuffizienz
akute Herzinsuffizienz
Wirkstoffe
Dapagliflozin
ACE-Hemmer
SGLT-2-Hemmer
Empagliflozin
Betablocker
Schleifendiuretika
SGLT-2 Inhibitoren
MRA
ACE-I/ARNI
ACE-Inhibitor
ACE Hemmer
Beta Blockers
ACE-I
ACE-Inhibitoren
Beta-Blocker
Schlagworte
Systemerkrankung
Hämodynamik