In der Langzeitbetreuung bei HIV rücken strukturierte Kontrollen – etwa alle drei bis vier Monate – und der aktive Umgang mit Nebenwirkungen in den Vordergrund, etwa neuropsychiatrischen Beschwerden unter Integrase-Inhibitoren oder NNRTI. Nötige Therapieanpassungen werden im offenen Dialog besprochen. Trotz großer Fortschritte bleibt Stigmatisierung – auch im Gesundheitswesen selbst – für viele Betroffene eine spürbare Belastung.
Mit steigender Lebenserwartung rücken zudem metabolische Erkrankungen in den Fokus: Hypertonie, Fettstoffwechselstörungen und Diabetes Typ 2 treten bei Menschen mit HIV gehäuft auf, teils begünstigt durch Protease- und Integrase-Inhibitoren. Die Behandlung nutzt etablierte Substanzklassen – Statine, ergänzt durch Ezetimib, Bempedoinsäure oder PCSK9-Inhibitoren, ACE-Hemmer, AT1-Blocker, Calciumantagonisten und Diuretika bei Hypertonie sowie Metformin und GLP-1-Rezeptoragonisten bei Diabetes – stets mit Blick auf Wechselwirkungen mit der antiretroviralen Therapie.
Dank moderner antiretroviraler Therapien erreichen Menschen mit HIV heute eine nahezu normale Lebenserwartung. Damit rückt das Altern mit HIV zunehmend in den Fokus: Die Zahl älterer Betroffener steigt kontinuierlich, und mit ihr Multimorbidität und Polypharmazie, mit relevanten Interaktionen etwa bei geboosterten Regimen (Ritonavir, Cobicistat). Auch die Nierengesundheit braucht Aufmerksamkeit: RAAS-Blockade, nichtsteroidale Aldosteronantagonisten und bei Bedarf SGLT-2-Hemmer kommen zum Einsatz. Psychische Erkrankungen sind bei Menschen mit HIV zudem etwa doppelt so häufig wie in der Allgemeinbevölkerung – ein regelmäßiges Screening auf Depression wird empfohlen.
CME-Punkte
Diese Fortbildung ist mit insgesamt 2 CME-Punkten zertifiziert
Bewertung
Durchschnittliche Bewertung des Tutorials HIV II - wenn aus Viruskontrolle Langzeitbetreuung wird
Indikationen
Hypertonie
Diabetes Mellitus
Schlaganfall
Proteinurie
Depression
Anämie
Angststörung
PTSD
Hämaturie
Sekundärer Hyperparathyreoidismus
Hyperphosphatämie
Cushing-Syndrom
metabolische Azidose
Maligne Erkrankungen
Chronische Niereninsuffizienz CKD
Polypharmazie
kardiovaskuläre Erkrankungen
Substanzmissbrauch
Substanzabhängigkeit
Rhabdomyolose
Adipositas
Metabolisches Syndrom
Polyneuropathie
arterielle Hypertonie
Nephropathie
Diabetes mellitus Typ 2
Hyperlipidämie
Atherosklerose
Insulinresistenz
Retinopathie
Schlafstörung
kardiovaskuläre Erkrankung
Analkarzinom
HIV-Infektion
STD
Acquired Immune Deficiency Syndrome (AIDS)
Diarrhö
Psychische Belastungen
Neuropsychiatrische Störung
Wirkstoffe
RAAS-Blocker
Protonenpumpenhemmer
Antidepressiva
Simvastatin
Ritonavir
SGLT-2 Inhibitoren
Hypnotika
Immunsuppressiva
Aldosteronantagonisten
Rilpivirin
Atazanavir
Cobicistat
Ergotamin
Proteaseinhibitoren
Tenofovirdisoproxil
Atorvastatin
Rosuvastatin
Ezetimib
ACE-Hemmer
Diuretika
Statine
PCSK9-Inhibititoren
Betablocker
Bempedoinsäure
AT1-Blocker
GLP-1 Rezeptoragonist
metformin
Pitavastatin
Calciumantagonisten
Integraseinhibitoren
Loperamid
Efavirenz
Dolutegravir
Bictegravir
Schlagworte
eGFR
kardiovaskuläres Risiko
Geriatrie
Polypharmazie
Multimorbidität
Diabetes
Depressionen
Tenofovir
Proteinurie
Psychosoziale Belastung
Mentale Gesundheit
HIV und Alter
Nierengesundheit
ART Wechselwirkung
Booster Interaktionen
HIV-Versorgung
Atherosklerose
Nebenwirkungen
Monitoring
HIV
Lebensstilintervention
Inflammation
Metformin
Hypertonie
GLP-1 Rezeptoragonist
Statine
Protease-Inhibitoren
metabolische Erkrankungen
Diabetes Typ 2
kardiovaskuläre Erkrankung
SCORE2
Prävention
Dyslipidämie
Integrase-Inhibitoren
Antiretrovirale Therapie (ART)
Adhärenz
Therapieoptimierung
Viruslast
Impfung
Antivirale HIV-Therapie
HIV-Diagnose
HIV-Impfung
Virologisches Versagen
Therapiestandstabelle (TST)
Diskriminierung
HIV Resistenzen
STD Screening
psychosoziale Betreuung