
Seminar Empfehlung
Systemtherapie
Dr. med. Anne Wilke
Strahlentherapie
Prof. Dr. med. Christian Baues
Wissenschaftliche Leitung
Universitätsklinikum Frankfurt
Universitäres Zentrum für Tumorerkrankungen (UCT) / Medizinische Klinik II, Hämatologie/Onkologie
Oberärztin
Referent:in
Universitätsmedizin Frankfurt
Ambulanz für Hämatologie und Onkologie
Medizinische Leiterin Immunphänotypisierung
Referent:in
Universitätsklinikum der Ruhr Universität Bochum
Direktor der Klinik für Strahlentherapie und Radioonkologie
OnkoLive zum Thema (Aggressive) Lymphome. Was unterscheidet aggressive von indolenten Lymphomen in Bezug auf Therapiebedarf und Verlauf? Welche Rolle spielt die Strahlentherapie in der Behandlung aggressiver Lymphome – kurativ oder adjuvant?
In dieser Online-Fortbildung der OnkoLive-Sendereihe für Sie im Studio:
Dr. med. Anne Wilke aus Frankfurt stellt die Systemtherapie aggressiver Lymphome vor. Einleitend geht Dr. Wilke auf Epidemiologie, Leitsymptomatik und die diagnostische Aufarbeitung des diffus großzelligen B-Zell-Lymphoms (DLBCL) ein, darunter Histologie, molekulare Pathogenese und den International Prognostic Index (IPI). Im Bereich der Erstlinientherapie ordnet Dr. Wilke aktuelle Studien zu Polatuzumab-Vedotin (POLARIX) sowie zu Tafasitamab und Lenalidomide (frontMIND) ein und gibt einen Überblick über neue Substanzklassen wie bispezifische Antikörper, CAR-T-Zelltherapien und Antikörper-Wirkstoff-Konjugate. Für die Rezidiv- und Refraktärsituation erläutert Dr. Wilke den Stellenwert der CAR-T-Zelltherapie sowie aktuelle Daten zu Glofitamab (STARGLO). Zum Abschluss geht Dr. Wilke noch auf Epcoritamab beim follikulären Lymphom in der Rezidivsituation ein (EPCORE FL-1).
Prof. Dr. med. Christian Baues aus Bochum widmet sich der Strahlentherapie bei Lymphomen. Zunächst erläutert Prof. Baues die moderne Zielvolumendefinition nach ILROG-Leitlinie für die Involved-Site-Radiotherapie (IS-RT) mit den ICRU-83-Konzepten GTV, CTV und PTV. Anhand der UNFOLDER-Studie geht Prof. Baues auf die Frage der Bestrahlungsindikation beim DLBCL ein und ordnet den Stellenwert der PET-Steuerung ein, auch im fortgeschrittenen Stadium III/IV (u. a. OPTIMAL>60). Für das follikuläre Lymphom beleuchtet Prof. Baues abschließend die Frage der optimalen Feldgröße und Dosis, Langzeitdaten zur Involved-Node-Radiotherapie sowie die Ergebnisse der MIR-Studie zur Kombination aus Rituximab und Involved-Field-Radiotherapie im frühen Stadium.
Kanal
Indikationen
Antikörperbasierte Behandlung bei Lymphomen
Diffus großzelliges B-Zell-Lymphom (DLBCL)
DLBCL
Follikuläres Lymphom (FL)
Lymphome
Maligne Lymphome
Wirkstoffe
cyclophosphamide
Epcoritamab + R2 vs R2
Glofitamab
Hydroxyldaunomycine (Doxorubicine)
Lenalidomide
Onkovin (Vincristine)
Polatuzumab-Vedotin
Prednisone
Rituximab
Tafasitamab
Schlagworte
Antibody – Drug – Conjugates
Bispecific Antibodies
CAR T cell therapy
Clinical target volume (CTV)
EPCORE
Epcore FL-1
Epidemiologie
FoRT
Gross tumor volume (GTV)
Histologie
ILROG
Initiales Lymphom
limited-stage FL
MIR-Studie
Molekulare Pathogenese
Monospecific antibodies
PET-Staging
Planning target volume (PTV)
POLARIX
R-CHOP
Radiotherapie
Refraktärität
residuelles Lymphom
Rezidiv
Spätrezidiv
Tafa-Len-R-CHOP
UNFOLDER