Depressionen zählen mit rund zwei Dritteln zu den häufigsten affektiven Störungen, gekennzeichnet durch gedrückte Stimmung, Interessen-/Freudverlust und Antriebsmangel. Weltweit sind laut WHO etwa 322 Millionen Menschen betroffen, in Deutschland lag die Prävalenz 2022 bei 12,5 %. Frauen sind häufiger betroffen und die Prävalenz steigt mit dem Alter. Laut Global Burden of Disease-Studie gehören Depressionen weltweit zu den führenden Ursachen nicht-tödlicher Gesundheitsbelastung.
Viele Patientinnen und Patienten berichten nicht spontan über depressive Kernsymptome. Screeningfragen erleichtern die Verdachtsdiagnose und zur weiteren Abklärung können standardisierte Fragebögen, wie der PHQ-D, der WHO-5 oder die Allgemeine Depressionsskala eingesetzt werden. Die Diagnose einer depressiven Episode erfolgt üblicherweise anhand von Haupt- und Zusatzsymptomen, sowie Dauer und Verlauf. Psychometrische Tests wie HDRS, MADRS oder BDI-II können die Diagnose ergänzen und dienen vor allem der Verlaufskontrolle.
Die Therapie von Depressionen ist modular und reicht von einem Basisprogramm aus Lebensstilveränderung, Psychoedukation und niedrigintensiven Interventionen bis hin zu Psychotherapie, Pharmakotherapie und weiteren Behandlungsmethoden. Die Auswahl richtet sich nach Schweregrad, Komorbiditäten, Präferenzen und Risiken. Die Nationale Versorgungsleitlinie (NVL) und die australisch-neuseeländische Leitlinie geben dabei Orientierung.
Depressionen treten selten isoliert auf: Über 60 % der Betroffenen mit unipolarer Depression haben mindestens eine weitere psychische Erkrankung. Auch somatische Erkrankungen wie Herz-Kreislauf-Leiden, Diabetes oder Tumorerkrankungen stehen in enger Wechselwirkung.
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CME-Punkte
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Bewertung
Durchschnittliche Bewertung des Tutorials Depressionen – wenn erste Anzeichen zur diagnostizierten Erkrankung werden
Indikationen
Depression
ADHS
Leichte depressive Episode
Mittelgradige depressive Episode
Generalisierte Angststörung
Diabetes Mellitus
Parkinson
Schlaganfall
Demenz
Asthma
Zwangsstörungen
Persönlichkeitsstörungen
somatoforme Störungen
Allergien
Tumorerkrankungen
Substanzgebrauchsstörungen
Essstörungen
Angst- und Panikstörungen
Herz-Kreislauf-Erkrankungen
Chronische Schmerzen (Kopf-, Rückenschmerzen)
Infektionserkrankungen
Wirkstoffe
Kortikosteroide
Antihypertensiva
Tuberkulostatika
Interferon alpha
Esketamin
Trizyklische Antidepressiva (TCA)
SSRIs
SNRIs
Verhaltenstherapie
Tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie
Analytische Psychotherapie
Systemische Therapie
Interpersonelle Psychotherapie
CBASP
ACT
Achtsamkeitsbasierte Verfahren
Digitale Gesundheitsanwendungen
Schlagworte
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Digitale Gesundheitsanwendungen (DiGA)
Nationale Versorgungsleitlinie Depression
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Randomisierte kontrollierte Studie Depression
Kognitive Verhaltenstherapie online
ICD-10
Komorbiditäten
Burnout
Bipolare Störungen
Affektive Störungen
Angststörungen
Screeningfragen
PHQ-D
WHO-5
BDI-II
HAMD
MADRS
Substanzmissbrauch
Beck-Depressions-Inventar
Hamilton Depression Rating Scale
Montgomery-Asberg Skala
Allgemeine Depressionsskala
Verlaufsformen Depression
Chronische Depression
Trauerreaktion