
Der Berufsverband Deutscher Fachärztinnen und Fachärzte für Psychiatrie und Psychotherapie e.V. (BVDP) vertritt die medizinischen, gesellschaftlichen, unternehmerischen, juristischen und ökonomischen Interessen der über 6.000 psychiatrisch und psychotherapeutisch tätigen Ärztinnen und Ärzte in Klinik und Praxis. Der Verband setzt sich für die flächendeckende ambulante und stationäre Versorgung von Patienten sowie die kontinuierliche Verbesserung einer patientenorientierten, psychiatrischen und psychotherapeutischen Berufsausübung ein. Außerdem entwickelt er hierfür eigene innovative Versorgungskonzepte. Der BVDP ist mit seinem Netzwerk in den wichtigsten Gremien der ärztlichen Selbstverwaltung auf Bundes- und Landesebene vertreten. Zudem ist er in allen relevanten wissenschaftlichen Leitliniengremien im Bereich der Psychiatrie und Psychotherapie aktiv.
Der Berufsverband der Deutschen Fachärzte für Psychiatrie und Psychotherapie vertritt ein Leitbild des Facharztes für Psychiatrie und Psychotherapie, das sich für die Gesamtheit psychischer und psychosomatischer Störungen verantwortlich sieht. Der psychisch kranke Mensch steht dabei mit der Entstehungsgeschichte seiner Erkrankung und seiner Person im Mittelpunkt. Die gleiche Fürsorge und Behandlungsauffassung wie bei somatisch Erkrankten ist dabei eine Selbstverständlichkeit.
Dem liegt ein Selbstverständnis zu Grunde, das die überkommene Trennung rein somatischer von rein psychogenen Ursachen psychischer und psychosomatischer Störungen verlässt zugunsten eines wissenschaftlich begründeten, multifaktoriellen Konzeptes.
Die Grundhaltung wertschätzt einerseits die Erkenntnisse der biologischen Psychiatrie und Sozialpsychiatrie, integriert andererseits die evidenzbasierten Konzepte der Verhaltenstherapie, der analytischen/tiefenpsychologisch fundierten Psychotherapie sowie der störungsspezifischen Psychotherapie. Hierbei beansprucht der Facharzt für Psychiatrie und Psychotherapie für sich ein Krankheitsverständnis und eine therapeutische Haltung, die sich schulenübergreifend versteht. Dies bedeutet einerseits die Forderung nach konsequenter effizienter Psychopharmakotherapie, wo nötig, andererseits der Differentialindikation richtlinienpsychotherapeutischer, störungsspezifischer und edukativer Psychotherapie und gegebenenfalls weiterer unterstützender Maßnahmen.

Das Alzheimer Qualitätshandbuch übersetzt wissenschaftliche Leitlinien in praxisnahe Handlungsempfehlungen und unterstützt Fachkräfte bei der qualitätsgesicherten Versorgung von Patientinnen und Patienten mit Alzheimer-Erkrankung.
Es ist als gemeinschaftliches Projekt der Berufsverbände BDN, BVDN und BVDP entstanden. Ziel ist es, wissenschaftliche Evidenz in praxistaugliche Versorgungsstandards zu überführen und damit langfristig die Prävention und Versorgung in Deutschland zu verbessern.