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Die Echokardiographie ist ein etabliertes, schnell durchführbares und breit verfügbares Basisdiagnostikum der Kardiologie – ambulant, stationär oder bettseitig einsetzbar – und liefert einen guten Überblick über Herzstruktur, -größe und Pumpfunktion. Wir besprechen, wie sich die systolische und diastolische linksventrikuläre Funktion echokardiographisch bestimmen lässt, wie die Speckle-Tracking-Analyse subklinische Funktionsstörungen aufdeckt und welchen Mehrwert die dreidimensionale Echokardiographie bietet.
Die Echokardiographie ist der erste bildgebende Schritt bei der Beurteilung der linksventrikulären Funktion im Rahmen der Diagnostik einer Herzinsuffizienz. Die Ejektionsfraktion (EF) ist der am häufigsten verwendete Parameter zur systolischen Funktionsquantifizierung; die biplane Simpson-Methode gilt als gängigste Bestimmungsmethode, verlangt aber eine korrekte Anlotung, da schon kleine Winkelfehler wie das Foreshortening die Messung verfälschen können. Anhand der EF unterscheidet die europäische Gesellschaft für Kardiologie seit 2021 drei Typen der Herzinsuffizienz: HFrEF, HFmrEF und HFpEF.
Besonders die HFpEF ist eine diagnostische Herausforderung, da die Bildgebung auf den ersten Blick unauffällig wirken kann, obwohl eine relevante diastolische Dysfunktion vorliegt. Sie lässt sich in drei Schweregrade – Relaxationsstörung, Pseudonormalisierung und Restriktion – graduieren. Ein vereinfachter, aus der ESC-Leitlinie 2021 abgeleiteter Algorithmus erlaubt die Einschätzung anhand linksventrikulärer Wanddicke, linksatrialem Volumen, E/e'-Quotient und systolischem pulmonalarteriellem Druck.
Ergänzend erkennt die Speckle-Tracking-Echokardiographie über Strain-Analyse und den globalen longitudinalen Strain (GLS) subklinische myokardiale Funktionseinschränkungen, auch wenn die EF noch unauffällig erscheint. Am Beispiel der kardialen Amyloidose zeigt sich ein charakteristisches Bewegungsmuster mit ausgesparten apikalen Segmenten.
Die 3D-Volumetrie ergänzt diese Verfahren bei Klappenvitien, Strukturveränderungen des linken Ventrikels oder myokardialen Narben; die Kombination aus 3D-Bildgebung und Speckle-Tracking wird bislang vorwiegend wissenschaftlich genutzt.
Eine präzise Quantifizierung der linksventrikulären Funktion ist damit ein zentraler Baustein für Diagnose, Risikoeinschätzung und Verlaufsbeurteilung kardialer Erkrankungen.
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Fachrichtungen
Indikationen
Herzinsuffizienz
HFrEF
HFpEF
HFmrEF
Koronare Herzkrankheit
KHK
Amyloidose
Koronare Herzerkrankung
akute Herzinsuffizienz
chronische Herzinsuffizienz
Herzinsuffizienz mit reduzierter Pumpfunktion
Herzinsuffizienz mit reduzierter Ejektionsfraktion
Herzinsuffizienz mit erhaltener Ejektionsfraktion
Schlagworte
Echokardiographie
Ejektionsfraktion
Simpson Methode
Foreshortening
Systolische Herzfunktion
Diastolische Herzfunktion
Funktionsanalyse
LV-Funktion
Relaxationsstörung
GLS
Linksventrikuläre Deformationsanalyse
Der Globale Longitudinale Strain
Speckle-Tracking